• 11.05.2012, 14:17:30
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WKÖ-Vize RfW-BO Amann zu Mitterlehner: Betriebe erarbeiten "Wachstumsvorsprung" trotz, nicht wegen der SPÖVP-Politik!

Amann fordert eine Umkehr in der Standortpolitik: "Das kann nur heißen: Steuer- und Bürokratiebremse ziehen und den Turbo bei der Lehrlingsausbildung durch einen Blum Bonus Neu zünden.

Wien (OTS) - "Man kann ja alles schönreden, aber wer - im
Gegensatz zum Herrn Wirtschaftsminister -heute in Österreich
unternehmerisch tätig ist, weiß: Die Rahmenbedingungen am Standort
Österreich - Stichwort Steuerlast, Bürokratie, Fachkräfte - haben
sich mit Rot-Schwarz verschlechtert, von "gut" kann also keine Rede
sein!", so heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann zu
den diesbezüglichen Aussagen von Wirtschaftsminister Mitterlehner.

Bereits durch das "Schröpfpaket Pröll" habe die Regierung bis 2014
eine Belastungslawine von über 16 Milliarden Euro losgetreten. "Das
aktuelle "Schröpfpaket" beschert den Unternehmern bis 2017 zusätzlich
rund zwei Milliarden Mehrbelastungen - und zwar allein durch die
Lohnkostensteigerungen", so Amann. Laut einer Studie von
PricewaterhouseCoopers und Weltbank liege die Gesamtsteuerbelastung
eines österreichischen "Modell-KMUs" bei 53,1 Prozent, davon alleine
34,8 Lohnnebenkosten - die Belastungen durch das aktuelle Sparpaket
seien noch nicht eingerechnet. "Jetzt liegt Österreich weltweit auf
dem blamablen Platz 147 von den 183 untersuchten Staaten. Durch das
Sparpaket werden wir im Ranking noch weiter abrutschen", warnt Amann.
Zusätzlich unternehme die Regierung nichts gegen den
Fachkräftemangel, im Gegenteil: Die Förderungen für die betriebliche
Lehrlingsausbildung seien massiv gekürzt worden. Sämtliche
Expertenwarnungen - wie jene von Egon Blum - würden ignoriert. Blum
habe beispielweise errechnet, dass im April 2012 verglichen mit April
2008 um 4.795 betriebliche Erstjahrlehrlinge weniger in Ausbildung
waren. "Hochgerechnet auf die nächsten zehn Jahre ergibt das ein
Minus von 47.950 Facharbeitern. Ein Katastrophe für den Standort!",
so Amann.

"Den von Wirtschaftsminister Mitterlehner angesprochenen
"Wachstumsvorsprung" erarbeiten sich die Betriebe also sicher nicht
mit Hilfe, sondern trotz der Standortpolitik der Koalition", stellt
Amann klar. Er fordert eine sofortige Umkehr in der Wirtschafts-und
Standortpolitik der Regierung: "Das kann nur heißen: Steuer- und
Bürokratiebremse ziehen und den Turbo bei der Lehrlingsausbildung
durch einen Blum Bonus Neu zünden."

Rückfragehinweis:
RfW Österreich
Tel.: 01 / 408 25 20 -14
http://www.rfw.at

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