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15. Klausurtagung der Betriebsräte der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen der Medizinischen Universitäten Österreichs

Wien - Innsbruck - Graz / Unterfinanzierung der Unis gefährdet Spitzenmedizin

Wien (OTS) - Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten
Wien, Graz und Innsbruck haben in ihrer Jahrestagung festgestellt, dass an allen Standorten die finanziellen Reserven ausgeschöpft sind.

Für den regulären Betrieb mussten schon in diesem Jahr zusätzliche Mittel teilweise durch Kampfmaßnahmen errungen werden. Herr Bundesminister Töchterle beabsichtigte die Finanzierung der Universitäten nach Studierendenzahlen. Die Vergabe nach der Zahl der Studierenden wird Veterinärmedizinische, Kunst-Universitäten und Medizinische Universitäten massiv benachteiligen, obwohl gerade hier die Aufwendungen pro Student/in am größten sind. So kostet ein Studienplatz für Humanmedizin über 30.000 Euro. Die Medizinischen Universitäten werden ihrer Verpflichtung in Lehre und Forschung nachkommen müssen. Damit kann nur im Bereich der Leistungen in der Spitzenmedizin und Krankenversorgung, sowie in der Facharztausbildung eingespart werden. Als Betriebsräte hoffen wir, dass ohne Kündigungen durch einen Nachbesetzungsstopp über den normalen jährlichen Abgang von 5% Wissenschaftler/innen (davon 2/3 Ärzte/innen) das Defizit ausglichen werden kann. Alternativ könnten die Krankenanstaltenträger für die medizinische Versorgung an Universitätskliniken für das erforderliche Universitätspersonal Kostenersatz leisten. Wir befürchten, dass ohne Lösung dieser Problematik Wartezeiten und Verschlechterungen der bislang exzellenten Versorgung für PatientInnen an österreichischen Universitätskliniken zu erwarten sind.

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