• 11.05.2012, 13:38:17
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Vier gewinnt! Die novum buche Sieger stehen fest

Designwettbewerb des Fachverbandes der Holzindustrie und der Landwirtschaftskammer Österreich: 190 Einreicher in zwei Kategorien

Wien (OTS/PWK316) - Ein Fußboden, zwei Lampen und ein Stuhl
haben das Rennen für sich entschieden und zeigen, dass die
Neuinterpretation von Klassikern und der Umgang mit traditionellen
Technologien ganz bestimmt nicht von gestern sind.

190 Einreicher in zwei Kategorien, das ist die erfreuliche Bilanz
von novum buche. Der Designwettbewerb des Fachverbandes der
Holzindustrie und der Landwirtschaftskammer Österreich verfolgte das
Ziel, neue Ideen und Anwendungsbereiche für die Rotbuche zu finden.
"Wir wollen mit diesem Wettbewerb, neben der Unterstützung von neuen
Designs, vor allem die Wertschöpfung in den heimischen Wäldern
steigern", betont Vizepräs. ÖR Johann Resch, Vorsitzender des
Forstausschusses der LK Österreich.

Das Interesse unter den DesignerInnen war groß, und so nahmen rund
160 nationale und internationale Projekte am Wettbewerb in der
Kategorie Produktfindung teil. Nach der Siegerprämierung in der
Kategorie Objektfindung wurden am 10. Mai 2012 auch die Gewinner des
Produktfindungswettbewerbes bekannt gegeben.

Die Preisträger
Die Entscheidung der Jury für den ersten Platz fiel mit
"FantasyLine(R)" auf die Neuinterpretation der Massivholzdiele.
Johann und Oliver Schweitzer (Sperrholz Schweitzer GmbH) ist es mit
"FantasyLine(R)" gelungen, die natürlichen Vorteile der Buche wie
Struktur und Farbe zu unterstreichen und bisherige Nachteile wie
Schwind- und Quellverhalten durch das anspruchsvolle
Herstellungsverfahren zu bewältigen.

Platz 2 sicherte sich das Duo Fabian Bartelt und Ferdinand
Pechmann mit der Stehlampe "Lux Fargus". Ein leicht anmutendes und
zeitgemäßes Produkt, so lautete das Urteil der Jury. "Lux Fargus" ist
ein Musterbeispiel für den Einsatz gebogener Buche in der
Produktgestaltung.

Mit "Woody one" belegt die Rückbesinnung auf einen Klassiker der
Bugholztechnologie den 3. Platz. Der Bugholzstuhl von Angelika Ebster
und Berthold Mursch überzeugte mit der Idee das Profil in zwei
Hälften aufzuspalten.
Neben dem Siegertreppchen vergab die Jury auch einen
Anerkennungspreis, der an das Projekt BL 2.0 von Gary Summer ging.
Die Lampe, die einer angriffslustigen Kobra gleicht, beweist die
einzigartige Biegsamkeit des massiven Werkstoffs Buche.

Strahlende Sieger und Branchenvertreter
Wettbewerbe wie novum buche sind für die Forst- und Holzwirtschaft
ein wichtiger Impuls. Karl Polz, Sprecher der österreichischen
Laubholzsäge-Industrie betont: "Die Bedeutung der Buche darf in
Österreich nicht unterschätzt werden. Sie ist die zweithäufigste
Nutzbaumart und zu 90% ein Exportartikel für die weltweite
Möbelindustrie. Die rund 150 österreichischen Laubholzsäger haben den
Umgang mit diesem Rohstoff perfektioniert, aber das alleine reicht
nicht aus. Es braucht frische Ideen im Umgang mit diesem Werkstoff
und daher war dieser Wettbewerb ein wichtiger Schritt zur
Bewusstseinsbildung."

Die vermehrte Nutzung der Rotbuche und vor allem der nachhaltige
Einsatz von Wertholz ist auch den Forstbesitzern ein Anliegen. "Die
Rotbuche lief Gefahr aus der Mode zu kommen", erklärt Felix
Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, "dabei
ist das Holz mit den unterschiedlichen Färbungen so vielseitig
einsetzbar. Die Aufgabe von uns Forstbesitzern ist es, den
Wertholzanteil zu steigern, und hier sind wir auf einem guten Weg.
Die nachhaltige Bewirtschaftung der Buchenwälder ist mir ein
wichtiges Anliegen, und Wettbewerbe wie novum buche bestärken mein
Bestreben."

Welchen Stellenwert die Buche unter österreichischen Designern und
Produktentwicklern hat, zeigte die rege Teilnahme am Wettbewerb novum
buche. Die eingereichten Projekte zeugten von großer Ideenvielfalt
und überraschten mit der einen oder anderen Anwendung. "Es war
erstaunlich, was Design-KollegInnen und StudentInnen alles mit diesem
Werkstoff angestellt haben. Von Wandverkleidungen bis Kinderwiegen
war alles dabei. Das machte die Entscheidung nicht leichter, aber
jedenfalls spannender. Was mir im Speziellen gefallen hat, war, dass
sich viele auch auf die Besonderheiten der Buche eingelassen haben
und nicht einfach einen Entwurf und einen Werkstoff vereint haben,
sondern eben mit dem Holz gearbeitet haben", resümiert
Juryvorsitzender Martin Ballendat. (PM)

Die Ausstellung zum Wettbewerb
Die spannendsten 50 Einreichungen sind noch bis zum 25. Mai im
designforum Wien ausgestellt. Die Ausstellung kann von Mittwoch bis
Freitag jeweils zwischen 10.00 und 18.00 Uhr und samstags sowie
sonntags zwischen 11.00 Uhr und 18.00 Uhr im designforum Wien, MQ
Museumsplatz 1 besichtigt werden. Der Eintritt ist frei!

Rückfragehinweis:

Mag. Dolunay Yerit
   Fachverband der Holzindustrie Österreichs
   Tel.: +43 (0)1 / 712 26 01 - 21 
   Fax: +43 (0)1 / 713 03 09
   [email protected]
   www.holzindustrie.at

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