- 11.05.2012, 13:27:04
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Festakt im Rathaus: "20 Jahre Patientenanwaltschaft"
Dank und Gratulation für die Wiener Pflege- und PatientInnenanwaltschaft zum 20-jährigen Jubiläum
Wien (OTS) - Die im Jahr 1992 gegründete Wiener Pflege-,
Patientinnen- und Patientenanwaltschaft (WPPA) feierte im Rathaus ihr
20-jähriges Jubiläum. Zur Festveranstaltung kamen und gratulierte
eine ganze Reihe von Ehrengästen, etwa die Wiener
Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely, Gesundheitsminister Alois
Stöger, Staatssekretär a.D. Reinhart Waneck, Vizebürgermeister a.D.
Sepp Rieder, Volksanwältin Terezija Stoisits, Magistratsdirektor
Erich Hechtner, MandatarInnen des Nationalrates und des Wiener
Landtages, ranghohe VertreterInnen des Magistrates, des Fonds
Soziales Wien, der Ärzte- und Apothekerkammer, der
Sozialversicherung, des Krankenanstaltenverbundes sowie städtischer
und privater Spitäler und Pflegeeinrichtungen. Auch die
PatientenanwältInnen aus den anderen Bundesländern nahmen teil.
Ansprachen und Festrede: Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely,
Gesundheitsminister Alois Stöger und Vizebürgermeister a.D. Sepp
Rieder
Die Wiener Gesundheitsstadträtin Maga Sonja Wehsely zog eine kurze
Bilanz über die Leistungen der WPPA während ihrer 20-jährigen
Tätigkeit. Sie nannte dabei einige Zahle, die eindrucksvoll die
Leistungen der WPPA spiegeln: 169.409 Kundinnen- und Kundenkontakte,
35.576 Aktenvorgänge, 36,3 Mio. Euro an Entschädigung für
PatientInnen und seit dem Jahr 2006 insgesamt 1.593 beglaubigte
Patientenverfügungen nach dem Patientenverfügungsgesetz sowie 1.165
abgehaltene Sprechtage in Wiener Wohn- und Pflegeheimen.
"Die WPPA ist ein unverzichtbarer Teil des Gesundheitswesens", so
Wehsely über die für die Wienerinnen und Wiener so wichtige
Einrichtung.
Gesundheitsminister Alois Stöger hob hervor, dass die
Patientenanwaltschaft eine wichtige Qualitätseinrichtung sei und die
Patientenanwaltschaften auch hinsichtlich der Kompetenzen im
niedergelassenen Bereich gestärkt werden müssten. Stöger schloss mit
den Worten: "Wenn es die Patientenanwaltschaft nicht gäbe, müsste man
sie erfinden".
Die Festrede hielt der frühere Vizebürgermeister Sepp Rieder, in
dessen Amtszeit als Gesundheitsstadtrat die Einrichtung der Wiener
Patientenanwaltschaft fiel. Rieder wies u. a. darauf hin, dass bei
Reformen des Gesundheitswesens oft von den Finanzen die Rede sei, der
Patient aber nicht immer im Mittelpunkt stehe. In der Wirtschaft sei
der zahlende Kunde König. Im Gesundheitswesen würden PatientInnen, da
sie meist nicht selbst für die Behandlung zahlen eher als Nutznießer
oder Begünstigte des Gesundheitssystems und nicht als Kunden gesehen.
Das führe zu Missstimmungen. Die Politik hatte daher die Aufgabe,
Kompensation zu schaffen und den PatientInnen, also den Schwächeren,
mehr Rechte einzuräumen. Das stehe letztlich hinter der Idee des
Ombudsmannes. Hinzu kamen schließlich noch die gesetzlichen
Patientenrechte und die Patientencharta. "Patientenanwaltschaft und
Patientenrechte bedienen sich gegenseitig und machen die
Patientenanwaltschaft zu mehr als einer bloßen
Kundenserviceeinrichtung", meinte Rieder und brachte es anschaulich
auf den Punkt: "Ohne Patientenanwaltschaft wären die Patientenrechte
nur Papier, ohne Patientenrechte die Patientenanwaltschaft
wahrscheinlich nur ein Papiertiger." Als zentralen Punkt nannte
Rieder noch die wichtige Funktion der Patientenanwälte, die
Empfindungen der PatientInnen im Gesundheitssystem wahrzunehmen. Mit
Viktor Pickl und Walter Dohr, die beide aus der Volksanwaltschaft
kamen, und dem vormaligen Vizepräsidenten des OGH Konrad Brustbauer
habe man die Richtigen dafür ausgewählt, denen überdies der Gedanke
des kompensatorischen Rechtsschutzes aus ihren früheren Tätigkeiten
nicht fremd gewesen sei. Rieder verwies auch auf die zusätzlichen
Aufgaben, die die Patientenanwaltschaft im Laufe der Zeit
dazubekommen habe, etwa den Wiener Härtefonds und den
Patientenentschädigungsfonds, die Aufgaben nach dem
Patientenverfügungsgesetz und den Pflegebereich.
Dank Brustbauers
Der amtierende Pflege- und Patientenanwalt Brustbauer bedankte sich
für das Vertrauen der PatientInnen und bei allen Festgästen, bei
seinen VorrednerInnen sowie bei den Musikern der Camerata Musica, die
den festlichen Rahmen mit ihren musikalischen Darbietungen
aufwerteten, aber auch beim Bürgermeister und der Wiener
Gesundheitsstadträtin dafür, dass die Feier im Festsaal des Wiener
Rathauses stattfinden konnte. Besonderen Dank sprach Brustbauer
seinen MitarbeiterInnen für ihre Arbeit für die PatientInnen aus und
überreichte stellvertretend für alle MitarbeiterInnen der Moderatorin
der Feier und Stellvertreterin Brustbauers Helga Willinger sowie der
aus der Volksanwaltschaft seinerzeit mit dem ersten Patientenanwalt
Viktor Pickl zur Patientenanwaltschaft mitgekommenen Ingrid Englisch
als "Mitarbeiterin der ersten Stunde" Blumen.
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/rk/ Gerhard Neustifter Leiter der Stabsstelle Administration, Presse Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft Telefon: 01 5871204-82991 Mobil: 0676 8118 82991 E-Mail: [email protected] www.patientenanwalt.wien.at/
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