- 11.05.2012, 12:26:59
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PVÖ-Blecha zum Tag der Pflege: Regress heißt Rückschritt!
Pensionistenverband: Leistbare Pflege sichern heißt Zukunft sichern
Wien (OTS/(SK)) - Der internationale Tag der Pflege soll auch
heuer wieder ein Weckruf sein, der uns allen in Erinnerung bringt:
Immer mehr Menschen werden immer älter, meist gesund älter. Doch wenn
Menschen hochbetagt werden, kommt es natürlich auch zu körperlichen
Einschränkungen und damit zu höherem Pflegebedarf. Karl Blecha,
Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ): "Unsere
Gesellschaft unterliegt einem gravierenden demographischen und
sozialen Wandel. Die Zahl der Pflege- und Betreuungsbedürftigen wird
sich in den kommenden Jahrzehnten verdoppeln. Pflege und Betreuung
sind deshalb ein Thema, das Jung und Alt betrifft. Jeder wird in
irgendeiner Form davon betroffen sein, zum Beispiel als Angehöriger.
Es ist kein Randthema der Sozial- und Gesundheitspolitik. Es ist eine
zentrale Herausforderung für die gesamte Gesellschaft!"****
Blecha ruft am Tag der Pflege die Politik in Bund und Ländern auf,
sich in Erinnerung zu rufen, dass für manche Menschen jeder Tag ein
Tag der Pflege ist: "Für die vielen engagierten Pflegekräfte und
pflegenden Angehörigen sowie für die von ihnen Betreuten. Sie
brauchen unsere Solidarität, hochwertige Aus- und Weiterbildung und
finanzielle Unterstützung."
Blecha: "Es ist sehr erfreulich, dass die Pflegefinanzierung bis 2016
gesichert ist. Doch auch auf lange Sicht müssen wir für die
Absicherung der Betroffenen - heutiger wie künftiger Generationen -
Geld in die Hand nehmen!"
Kein Angehörigenregress!
Der Pflegeregress, der in manchen Bundesländern wiederbelebt wurde
bzw. werden soll, bedeutet einen sozialpolitischen Rückschritt.
Blecha dazu: "Das gesellschaftspolitische Signal kann nicht sein,
dass bei Pflegebedürftigen ohne Kinder großteils die Allgemeinheit
die Pflegekosten trägt und bei Pflegebedürftigen mit Kindern eben die
Kinder zur Kasse gebeten werden. Der Pensionistenverband ist deshalb
aus grundsätzlichen Erwägungen gegen den Kinderregress. Er wurde in
mühseliger Kleinarbeit sukzessive abgeschafft, dies wurde als
gerechte Maßnahme von allen Seiten begrüßt. Es muss nun bundesweit
einheitlich geregelt werden, dass es keinen Angehörigenregress gibt!
Die großen Errungenschaften, die wir für alle erkämpft haben, dürfen
wir nun nicht wieder leichtfertig aufgeben. Würdevolle und qualitativ
hochwertige Betreuung muss für Betroffene wie auch deren Angehörige
leistbar sein. Wir wollen keine Zwei-Klassen-Gesellschaft in
Gesundheit und Pflege", so Blecha.
Abschließend nennt Blecha jene Bereiche, die den dringendsten
Handlungsbedarf vorgeben:
- Pflegefall-Verhinderung: (Berufliche) Gesundheitsförderung,
Vorsorge und Prävention, Barrierefreie Infrastruktur, etc.
- Finanzielle Sicherung: leistbare Pflege durch Indexierung des
Pflegegeldes analog der Pensionserhöhung
- Pflegeberufe: Personalmangel beseitigen durch Ausbildungsoffensive,
höhere Bezahlung, Karrieremöglichkeiten, etc.
- Pflegende Angehörige: Unterstützung durch Info-, Kurs- und
Supervisionsangebote, Pflegeurlaub, etc.
- Ausbau der mobilen, ambulanten, teilstationären/stationären
Pflegeeinrichtungen.
- Einheitliche österreichweite Standards
Rückfragehinweis:
Rückfragehinweis:
Pensionistenverband Österreichs, [email protected]
Andreas Wohlmuth, Tel. 01/313 72-30
Daniel Auer, Tel. 01/313 72-31
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