• 11.05.2012, 12:14:08
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Mitterlehner: Europa braucht neue Wachstumsperspektive und muss Konsolidierungskurs fortsetzen

Wirtschaftsminister zur EU-Frühjahrsprognose: Bestehende Instrumente der EU effizienter nützen und Schulden abbauen - Österreichs Wirtschaft weitet Wachstumsvorsprung aus

Wien (OTS/BMWFJ) - Angesichts der am Freitag präsentierten
Frühjahrsprognose der EU-Kommission spricht sich Wirtschaftsminister
Reinhold Mitterlehner für eine neue europäische Wachstumsoffensive
aus, die aber nicht mit neuen Schulden gekoppelt werden dürfe. Der
Fiskalpakt müsse vielmehr konsequent umgesetzt werden. "Um die
Schuldenkrise nachhaltig zu bewältigen, muss der Faktor Wachstum auf
europäischer Ebene ein stärkeres Gewicht erhalten. Dafür sind schon
jetzt ausreichend Mittel vorhanden, man muss daher vor allem
bestehende EU-Instrumente wie zum Beispiel den Strukturfonds
effizienter nützen und neu aufstellen", betont Mitterlehner.

Während die EU-Kommission für die Eurozone heuer eine "milde
Rezession" erwartet, ist Österreichs Wirtschaft auf einem guten Weg,
die bisherigen Wachstumserwartungen zu übertreffen. "Durch die
Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen und die guten
Rahmenbedingungen am Standort Österreich haben wir uns einen
deutlichen Wachstumsvorsprung erarbeitet. Auch bei der Beschäftigung
liegen wir an der Europaspitze. Wir können daher weiter optimistisch
sein, müssen aber laufend am Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit
arbeiten", betont Mitterlehner. Laut EU-Frühjahrsprognose soll
Österreichs Wirtschaft heuer um 0,8 Prozent wachsen - also doppelt so
stark wie zuletzt vom WIFO erwartet - sowie 2013 um 1,7 Prozent.
Hingegen soll das BIP der Eurozone heuer um 0,3 Prozent schrumpfen
und 2013 nur um 1,0 Prozent zunehmen.

Die gute Lage der österreichischen Unternehmen spiegelt sich auch in
der nach oben revidierten Prognose für Bruttoanlageinvestitionen
wider. Diese sollen in Österreich statt den im Herbst
prognostizierten 0,9 Prozent nun um 2,3 Prozent im Jahr 2012 wachsen.
Um die Investitionen angesichts der turbulenten Lage auf den
Finanzmärkten und den höheren EU-Eigenkapitalvorschriften für Banken
weiter zu forcieren, stehen in Österreich insbesondere die Angebote
der Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) zur Verfügung. "2012
stellt die aws rund eine Milliarde Euro für Darlehen, zinsgünstige
erp-Kredite, Haftungen und Zuschüsse bereit. Damit können wir gezielt
Innovationen unterstützen und eine Kreditklemme auch in Zukunft
verhindern", so Mitterlehner.

Gleichzeitig wird der Export, Österreichs wichtigster
Wachstumstreiber, über die Internationalisierungsoffensive "go
international" unterstützt. "Damit forcieren wir den ersten Schritt
in den Export und die Erschließung wachstumsstarker und weniger
verschuldeter Länder außerhalb Europas wie China, Indien und
Brasilien. Gleichzeitig verteilen wir durch diese
Diversifizierungs-Strategie das Risiko besser, falls es in einzelnen
Regionen zu Konjunktureinbrüchen kommt", bekräftigt Mitterlehner.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
   Pressesprecher des Bundesministers:
   Mag. Waltraud Kaserer
   Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34
   mailto:[email protected]
   www.bmwfj.gv.at
   
   Mag. Volker Hollenstein
   Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
   [email protected]

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