• 11.05.2012, 11:57:40
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Mit Green Economy Klima schützen und Armut mindern

Staatssekretär Wolfgang Waldner sieht in Green Economy starken Hebel für Entwicklungs- und Schwellenländer

Wien (OTS) - "Die Herausforderungen für umweltschonendes,
gerechtes und profitables Wirtschaften in Entwicklungs- und
Schwellenländern sind enorm. Zu lange schon wurde Wachstum zu Lasten
natürlicher Ressourcen forciert. Unter dem Raubbau leidet besonders
die Bevölkerung der ärmsten Länder. Heute gelten bereits 60 Prozent
der Ökosysteme weltweit als bedroht. Die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit sieht deshalb Green Economy als Chance, um
im Süden und Osten sozial ausgewogenes Wirtschaftswachstum bei
gleichzeitigem Klima- und Umweltschutz zu erreichen. Das gelingt vor
allem dann, wenn innovative Geschäftsmodelle lokale Bedürfnisse und
Interessen berücksichtigen", betonte Staatssekretär Wolfgang Waldner
bei der Veranstaltung DialogEntwicklung "Green Economy - The Future
We Want!" der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, die am 10. Mai in der
Wirtschaftskammer Österreich im Vorfeld der UN-Konferenz für
nachhaltige Entwicklung "Rio+20" in Wien stattfand.

"Strategien, Programme und Projekte der Entwicklungszusammenarbeit
müssen verstärkt darauf abzielen, den Privatsektor aufzubauen. Im
Rahmen von Wirtschaftspartnerschaften unterstützen wir in Kooperation
mit der Oesterreichischen Entwicklungsbank deshalb seit sechs Jahren
70 erfolgreiche Unternehmensprojekte der Green Economy in den Ländern
des Südens und Ostens - mit insgesamt 20 Millionen Euro. Wir
interessieren uns dabei für Geschäftsideen, die einen Gewinn für alle
bringen: Für die Menschen, die Umwelt und die Unternehmen", so
Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian
Development Agency.

Nachhaltiges Waldmanagement fördert Entwicklung

Bereits 7.000 Unternehmen engagieren sich im UN Global Compact,
der weltgrößten Initiative für Corporate Social Responsibility und
nachhaltige Entwicklung. Auch Mondi, einer der führenden
internationalen Papier- und Verpackungsmittelhersteller mit Sitz in
London und Johannesburg, zählt dazu. Uwe Fölster, Mondi's Head of
Sustainable Development, unterstrich beim DialogEntwicklung: "Wälder
sind ein wichtiges Bindeglied im Übergang zu einer Green Economy, die
auf nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung sowie eine
kohlenstoffarme und gerechtere Zukunft abzielt. Nachhaltige
Waldwirtschaft - wie es Mondi versteht - wirkt dabei mehrdimensional:
Sie beinhaltet Forst- als auch Plantagenwirtschaft, erhält Ökosysteme
und fördert gleichzeitig Innovationen, die die Ressourceneffizienz
steigern. Neben dem traditionellen Fertigungssektor wie der
Papierherstellung sind darüber hinaus weitere Dienstleistungen in
waldreichen Regionen zu berücksichtigen - wie der Tourismus, das
Energie- oder Wassermanagement. Auch die Bedürfnisse der vor Ort
lebenden Menschen sind von zentraler Bedeutung. Mondi trägt dieser
Mehrdimensionalität erfolgreich mit einer Vielzahl von Projekten in
Südafrika und Russland Rechnung".

Auch für Gastredner Habtemariam Kassa, äthiopischer
Wissenschaftler am Center for International Forestry Research (CIFOR)
in Addis Abeba, ist Green Economy der richtige Weg, um
Armutsminderung und Umweltschutz zu vereinen: "Green Economy ist auf
den Schutz von Ökosystemen sowie deren verantwortungsvolle Nutzung
ausgerichtet. Damit trägt das Wirtschaftsmodell dazu bei, die
Lebensgrundlage von Hunderten Millionen Menschen in Entwicklungs- und
Schwellenländern langfristig zu sichern. In Äthiopien fördert CIFOR
mit innovativen Ansätzen nachhaltige Waldwirtschaft: Unterstützt
werden besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die von den
Produkten des Waldes abhängig sind. Sie werden in der nachhaltigen
Gewinnung, Nutzung und Verwertung von Gummi und Harzen beraten und
haben dadurch eine Basis für regelmäßiges Einkommen. Damit die
bereits vielfach gefährdeten Waldressourcen für die Zukunft erhalten
bleiben, bezieht CIFOR auch nationale und regionale
Entscheidungsträger ein."

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder
in Afrika, Asien, Zentralamerika, Südost- und Osteuropa bei ihrer
nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen
Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien. Die
Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit, setzt Programme und Projekte gemeinsam
mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und
Unternehmen um.

Rückfragehinweis:

Austrian Development Agency (ADA),
   die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
   Information und Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: +43 (0)1 90399-2411
   [email protected]
   www.entwicklung.at

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