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Droht der Verfall unserer Landes- und Gemeindestraßen? GSV sieht dringenden Handlungsbedarf

Wien (OTS) - Die Österreichische Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (GSV) hat in einem GSV-Forum das Thema "Zustand und Sanierungsbedarf österreichischer Landesstraßen" behandelt. Hintergrund war eine Studie der TU-Wien unter der Federführung von Prof. Johann Litzka im Auftrag der österreichischen Landesbaudirektionen, die drastisch vor Augen führt, in welch schlechten Zustand unsere Landesstraßen teilweise sind: Von einer Gesamtnetzlänge von ca. 33.000 km wurden je nach Region bis zu 50 % der Straßen als "schlecht" oder "sehr schlecht" kategorisiert. Selbstredend, dass sich das negativ auf die Verkehrssicherheit und den Fahrkomfort auswirkt, aber auch auf die volkswirtschaftlichen Kosten: Wie aus der Studie hervorgeht wird die langfristige Erhaltung immer teurer, wenn zu spät oder ungenügend saniert wird. Das ist derzeit auf Grund des Spardrucks leider der Regelfall.

Konsequenz daraus: Allein, um den derzeitigen unbefriedigenden Straßenzustand auf gleichem Niveau zu halten, wären zusätzliche Mittel im Ausmaß von 1.800 Euro pro Kilometer und Jahr oder gesamt 70 Millionen Euro pro Jahr erforderlich. Das würde eine Erhöhung des derzeit vorhandenen Budgets für Sanierungen um 40 % bedeuten. Um den Rückstau an sanierungsbedürftigen Straßen bis 2020 auf einen europaweit akzeptierten Zielwert von 20 % zu bringen, wäre gemäß Studie eine Erhöhung der Mittel um bereits 45 % erforderlich. Dabei ist billige Oberflächenkosmetik keine Lösung, sagte Christoph Leithäusl: "Aus Geldnot werden Erhaltungsmaßnahmen gesetzt, die nachhaltig den Substanzwert reduzieren." Doch so einfach können die Mittel nicht erhöht werden, wie Peter Beiglböck Straßenbaudirektor des Landes NÖ erklärte: "Budgetbestimmend sind die Kosten für Neubau und Betrieb, nur der Rest ist für die Erhaltung vorgesehen." Auf Gemeindebene sieht es nicht anders aus: Bürgermeister Rudolf Kickinger: "Für den Straßenbau gibt es in den Gemeinden keine Deckung, maximal Strafeinnahmen können herangezogen werden, diese liegen jedoch im Promillebereich."

Mario Rohracher, Generalsekretär der GSV fordert: "Die Politik
muss den Erhalt unserer Landesstraßen durch eine strukturell abgesicherte Finanzierung sicherstellen. Bereits 2% der jährlichen Mineralölsteuereinnahmen würden ausreichen, um den derzeitigen Substanzwert unserer Landesstraßen zu erhalten."

Fotos zu dieser Aussendung finden sie unter http://www.gsv.co.at/?page_id=172

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