- 11.05.2012, 11:02:13
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Bures erhöht Investitionen in Produktionsforschung - 22 Mio. Euro Ausschreibung Intelligente Produktion gestartet
Innovationen sichern Wachstum und Beschäftigung in Industrie
Wien (OTS/BMVIT) - Seit Dienstag läuft die neue Ausschreibung für
Intelligente Produktion. Beim aktuellen Call werden 22 Mio. Euro
Fördermittel vergeben. In Summe investiert das
Infrastrukturministerium heuer 70 Mio. Euro, um 40 Prozent mehr als
im Vorjahr, in den Schwerpunkt Produktionstechnologie. Das Programm
unterstützt die Entwicklung von Technologien, um effizienter, mit
weniger Ressourceneinsatz, kürzeren Entwicklungszyklen und
umweltfreundlicher zu produzieren. Für Innovationsministerin Doris
Bures ist das deswegen so notwendig, weil Österreich weltweit gesehen
als Produktionsstandort herausragend ist, ihr geht es um die
Absicherung der heimischen Industrie und Beschäftigung. ****
"Wir sind sowohl bei der Produktivität als auch beim Anteil der
Sachgüterproduktion unter den besten. Innovation bei den
Produktionstechnologien ist der Schlüssel dafür, dass es so bleibt.
Wir wollen im globalen Wettbewerb mit Qualität und Hochtechnologie
bestehen, nicht mit Niedriglöhnen", so die Ministerin.
Nach neuesten Daten des Wifo ist Österreich mit einem BIP-Anteil von
17,3 Prozent für die Sachgüterproduktion im weltweiten Vergleich auf
Rang 5 und damit weit über dem EU-Schnitt von 13,7 Prozent. Nur
Irland, Japan, Finnland und Deutschland liegen bei diesem Wert vor
Österreich. Bei der Gesamtproduktivität ist Österreich weltweit auf
Rang 4, hinter USA, den Niederlanden und Irland. Und was besonders
bemerkenswert ist: In Österreich hat der Anteil der
Sachgüterproduktion am BIP in der letzten Dekade zugenommen, während
er in den meisten anderen Volkswirtschaften rückgängig ist.
(2001-2010: 17,5 %, 1991-2000: 15,1 %). Neben einer
überdurchschnittlichen Produktivitäts-, Wachstums- und Exportleistung
konnte Österreich eine zunehmende Spezialisierung auf hohe Qualitäts-
und Preissegmente verzeichnen.
Bures: "Bei der Sachgüterproduktion geht es um 650.000 Beschäftigte
in 30.000 Unternehmen. Alles, was man in einen Container packen kann,
steht vom Produktionsstandort her im globalen Wettbewerb. Österreich
hat hervorragende Voraussetzungen, um mit Hochtechnologie in diesem
Wettbewerb zu bestehen - und mein Ressort tut alles, um die heimische
Produktion zu unterstützen. Daher investieren wir bei der
Forschungsförderung massiv in Intelligente Produktion. Dass wir mit
dieser Initiative einen Nerv getroffen haben, zeigt auch das
überwältigende Interesse der Industrie."
Dass es bei dem Programm um Wirtschaft und Beschäftigung geht,
spiegelt sich im neu eingerichteten Beirat wider, der die Initiative
bei der längerfristigen Ausrichtung unterstützen wird. Dem Beirat
gehören neben internationalen und nationalen Experten der
Produktionsforschung und den Unternehmensfachverbänden (Elektro- und
Elektronikindustrie FEEI, Maschinen- und Metallwarenindustrie FMMI)
jetzt erstmals auch die Gewerkschaften GPA und die
Produktionsgewerkschaft PROGE. Eben weil diese FTI-Initiative für die
Beschäftigung in Österreich so wichtig ist.
Mit der ersten Ausschreibung 2011 wurde zur Einreichung von
Projekten eingeladen, die vor allem die Reduktion der
Produktionskosten, die Reduktion der Entwicklungszyklen und eine
Verbesserung der Produkteigenschaften adressieren. Das Echo seitens
der Industrie war überragend: mit rund 50 Mill. Euro Förderbarwerte
konnten Forschungs-Projekte finanziert werden.
Mit der zweiten Ausschreibung, die nun für Firmen und
Forschungseinrichtungen geöffnet wurde, werden Forschungs- und
Innovationsleistungen in Bezug auf effizientere Ressourcen und
Rohstoffnutzung, auf die Flexibilisierung der Produktion sowie die
Herstellung hochwertiger Produkte durch Miniaturisierung und den
Einsatz von Sensorik zu forcieren. Zu den Themenfeldern zählen
Hochleistungsproduktion, Prozesssimulation, Herstellungsverfahren von
Verbundwerkstoffen ebenso wie Strategien zu Recycling und
Substitution von seltenen Rohstoffen.
Im Internet: www.ffg.at/2-ausschreibung-intelligente-produktion
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Mag.a Marianne Lackner, Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
mailto:[email protected]
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