- 11.05.2012, 10:00:42
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Muttertag - Mutternacht Aktionstag am Freitag, den 11. Mai
Die Plattform österreichische Initiative Mutternacht machen auf Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern aufmerksam
Wien (OTS/SK) - Für den Muttertag am Sonntag laufen in vielen
österreichischen Familien die Vorbereitungen sicher schon auf
Hochtouren: Gedichte auswendig lernen, Kuchenrezepte auswählen und
Blumenarrangements zusammenstellen. Das Muttersein wird gefeiert. In
Österreich ist die Mutterschaft zumindest körperlich eine relativ
risikolose Angelegenheit. Dass Mutterwerden in manchen Teilen der
Welt sogar lebensbedrohlich sein kann, führt die Plattform
österreichische Initiative Mutternacht bei ihrer Aktion heute,
Freitag, den 11. Mai deutlich vor Augen: "Etwa 1000 Frauen sterben
täglich aufgrund von Geburtskomplikationen. Das sind so viele Tote,
wie wenn Tag für Tag zwei voll besetzte Jumbojets abstürzen würden
und alle Passagiere wären tot. Die angebrachte Aufregung und
Berichterstattung darüber fehlt ebenso, wie die medizinische
Unterstützung für die betroffenen Frauen. Wir wollen allen werdenden
Müttern mit der Aktion "Mutternacht" eine Stimme geben und ihnen
Zugang zu ihren sexuellen und reproduktiven Gesundheits-Rechten
garantieren!", erläutert Petra Bayr, SP-Nationalrätin. Im
Zusammenschluss mit der Grünen Nationalrätin Judith Schwentner und
zahlreichen entwicklungspolitischen NGOs macht die Plattform
österreichische Initiative Mutternacht heuer schon zum zweiten Mal
auf Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern aufmerksam. Eva
Glawischnig, Bundessprecherin der Grünen, Stadträtin Sonja Wehsely
und Andrea Mautz, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin unterstützen die
Plattform bei ihrem Anliegen, Österreich daran zu erinnern,
ausreichend Mittel für die Armutsbekämpfung allgemein und die für die
Senkung der Müttersterblichkeit speziell zu Verfügung zu stellen.
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So betont Mautz: "Österreich zählt zu den reichsten Ländern in
Europa. Wir können froh sein, dass die medizinische Versorgung so gut
ist und werdende Mütter bestmöglich versorgt werden. Wir dürfen aber
nicht die Augen davor verschließen, dass die Situation für Frauen
gerade in Afrika mitunter sehr dramatisch ist. Als Mitgliedsland der
Vereinten Nationen ist es unsere Pflicht, Maßnahmen zu unterstützen,
um die Gesundheit von Müttern zu verbessern - weltweit!" Ebenso
drückt auch Wehsely ihre Zufriedenheit mit dem österreichischen
Gesundheitssystem aus und appelliert an die Bundesregierung
internationale Verpflichtungen einzuhalten: "Dieser Zugang zur
Gesundheitsversorgung muss für Frauen in Entwicklungsländern
verbessert werden. Hier muss auch Österreich im Rahmen der
internationalen Zusammenarbeit Verantwortung übernehmen."
Die Mutternacht lädt heute Freitag, 11.Mai um 10.00 Uhr zu einem
medienwirksamen Hürdenlauf zur Müttergesundheit ein . Als
"Schwangere" verkleidet werden sich AktivistInnen. über die Hürden
der Müttergesundheit in Entwicklungsländern quälen und über das Thema
Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern informieren.
Das Netzwerk Frauenrechte von Amnesty International lädt nach der
Aktion zu einem Würfelspiel ein, denn eine Geburt zu überleben ist
für viele Frauen ein makabres Glücksspiel.
Um 18.00 Uhr lädt die Plattform österreichische Initiative
Mutternacht zu einem Kinoabend mit Publikumsgespräch ins Top Kino
ein. Bei freiem Eintritt sind drei Kurzfilme zum Thema
Müttersterblichkeit in den so genannten Entwicklungsländern zu sehen.
Im Anschluss findet ein Gespräch mit Petra Bayr, SPÖ
Bereichssprecherin für globale Entwicklung, Leyla Alyanak von UNFPA
Genf und Butros Kony, Experte für Müttergesundheit und
Projektmitarbeiter von Doctors for Disabled im Südsudan statt.
Am Samstag, den 12. Mai gestalten die Katholische Frauenbewegung
Österreich (kfbö) und die Evangelische Frauenarbeit (EFA) um 19.30
Uhr in der Kirche St. Ruprecht in 1010 Wien ein politisches Nachgebet
zum Thema Müttersterblichkeit. Diese ökumenische Form der Liturgie
besteht aus drei Teilen: Information, Gebet und Aktion und integriert
somit die politische Verantwortung und Umsetzung in die
Glaubensfeier.
Weiter Informationen unter: www.mutternacht.at (Schluss) up/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum
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