OTS0021   11. Mai 2012, 08:30

Eva Glawischnig und Judith Schwentner protestieren gegen hohe Müttersterblichkeit

Grüne fordern Einsatz Österreichs zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele


Mehr als 350.000 Frauen sterben jährlich an den
Folgen von Schwangerschaft und Geburt, 99 Prozent davon in den
Ländern des globalen Südens. Ein Großteil dieser Todesfälle wäre
durch eine bessere Gesundheitsversorgung, Bildung oder Verhütung
vermeidbar. Die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig und die
frauen- und entwicklungspolitische Sprecherin Judith Schwentner
nehmen heute am Stephansplatz in Wien an der von zahlreichen NGOs,
der SPÖ und den Grünen initiierten Aktion "Mutternacht" teil, bei der
auf diese Missstände aufmerksam gemacht werden soll.

"Einem Kind das Leben zu schenken, ist für jede Frau einer der
wichtigsten Momente in ihrem Leben. In vielen Ländern gefährdet eine
Geburt das Leben der Frau. Es fehlt die ausreichende medizinische
Versorgung und der soziale Status der Frauen ist problematisch. Wir
müssen alles tun, damit Frauen diesen wichtigsten Moment auch
überleben können", mahnt Eva Glawischnig eindringlich. "Alle
schwangeren Frauen müssen das Recht auf einen Zugang zur
Gesundheitsvorsorge bekommen. Denn bessere Geburtsbedingungen retten
das Leben vieler Frauen und Babys", ergänzt Judith Schwentner.

Österreich hat sich im Rahmen der Millennium-Entwicklungsziele der
Verbesserung der Müttergesundheit verpflichtet, doch innerhalb der
Entwicklungszusammenarbeit (EZA) wird bei Frauen drastisch gekürzt.
"Die Mittel für den UN-Bevölkerungsfond wurden im letzten Budget
komplett gestrichen", kritisiert Schwentner und sagt: "Wir fordern
Minister Spindelegger dazu auf, endlich mehr Geld für die EZA
aufzuwenden und für Österreich einen ernstzunehmenden Beitrag zur
Senkung der Müttersterblichkeit weltweit zu leisten."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0021 2012-05-11 08:30 110830 Mai 12 FMB0001 0251



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