• 10.05.2012, 13:45:20
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Chemische Industrie 2011: 10,5 Prozent Umsatzplus trotz schwieriger Rohstoffsituation

8,5 Prozent Exportanstieg, 2,3 Prozent Investitionsplus, 3,5 Prozent Mitarbeiterzuwachs - Prognose 2012: geringfügiges Umsatzplus, Investitionsplus bis zu 40 Prozent

Wien (OTS/PWK313) - Die chemische Industrie Österreichs blickt
bei schwieriger Rohstoffsituation positiv auf das Jahr 2011 zurück:
Mit einem Exportanstieg von 8,5 Prozent (knapp 18,9 Mrd. Euro),
Investitionen von 612 Mio. Euro (plus 2,3 Prozent) und einem
Mitarbeiterzuwachs von 3,5 Prozent (über 43.000 Personen) stieg der
Umsatz - trotz branchenspezifischer Unterschiede - um 10,5 Prozent
auf 14,4 Mrd. Euro. In dieser Zahl spiegeln sich jedoch auch die
Preissteigerungen für Vormaterialien wider. Die Prognose für 2012:
Ein geringes Umsatzplus, sowie ein deutlicher Anstieg der
Investitionen um bis zu 40 Prozent.

Die chemische Industrie Österreichs zieht für 2011 positive
Bilanz: Sie konnte den Aufschwung von 2010 mitnehmen und freut sich
über ein Umsatzplus von 10,5 Prozent auf knapp 14,4 Mrd. Euro.
Dr. Peter Untersperger, Fachverbandsobmann der chemischen Industrie
Österreichs: "Getrübt wird das Plus durch die gestiegenen Preise für
Vormaterialien, die die Unternehmen auf ihre Produktpreise
aufschlagen mussten. Diese Rohstoffpreissteigerungen begleiten uns in
die Zukunft und stellen uns vor neue Herausforderungen".

Teilsparten entwickelten sich unterschiedlich
Die Teilsparten profitierten in unterschiedlichem Ausmaß vom
Konjunkturaufschwung: Anorganische Chemikalien legten um starke 31
Prozent im Umsatz zu. Ein Plus erzielten auch Chemiefasern mit 24
Prozent, Kunststoffwaren mit 13 Prozent sowie Kautschukwaren und
Kunststoffe mit je 16 Prozent. Im einstelligen Bereich bewegten sich
Lacke, Industriegase, Seifen-, Wasch- und Putzmittel sowie
Agrochemikalien. Das Branchenschwergewicht Pharma verzeichnete
hingegen ein Umsatzminus.

Exporte, Investitionen und Beschäftigtenzahl stiegen
Bei den Exporten konnte die heimische chemische Industrie 2011 ein
Plus von 8,5 Prozent auf knapp 18,9 Mrd. Euro verzeichnen.
Untersperger: "Da die chemische Industrie in Österreich siebzig
Prozent ihres Umsatzes im Ausland macht, ist dieser Exportzuwachs
besonders erfreulich". Zum Umsatzplus trugen vor allem die
Deutschland, Polen, Tschechien und die Schweiz bei. Nachgefragt
wurden vorrangig anorganische Chemikalien, Chemiefasern,
Kautschukwaren und Kunststoffe. Bei Importen von etwas über 18,9 Mrd.
war die Außenhandelsbilanz geringfügig negativ.
Ein Plus verzeichneten die Investitionen: Sie stiegen um 2,3 Prozent
auf 612 Mio. Euro. Besonders erfreulich ist auch die höchste
Beschäftigtenzahl in der Branche seit zehn Jahren: 43.200 Mitarbeiter
verzeichnete die Branche 2011 - ein Plus von 3,5 Prozent.

Prognose 2012: Grundsätzlich positiv
Die problematische Rohstoffsituation und die Unsicherheiten auf
den Finanzmärkten machen eine zuverlässige Prognose für 2012
schwierig, sind sich die Experten des Fachverbandes der chemischen
Industrie einig. Untersperger: "Wir brauchen rechtliche
Rahmenbedingungen, die uns ein unternehmerfreundliches Umfeld in
Österreich schaffen. Nur so kann die heimische chemische Industrie
ihre Marktchancen durch globale Trends nutzen und den
Wirtschaftsstandort Österreich stärken".

Nach Ablauf des ersten Quartals 2012 steht jedoch fest: Der
konjunkturelle Rückgang Ende 2011 schlug noch in die ersten Monate
2012 durch. Der Fachverband rechnet daher für 2012 mit einem geringen
Umsatzplus. Die Investitionen dürften mit fast vierzig Prozent
kräftig zulegen. (us)

Rückfragehinweis:
Fachverband der Chemischen Industrie,
Dr. Johann Pummer,
Tel. +43(0)5 90 900-3372
email: [email protected]

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