- 10.05.2012, 12:17:49
- /
- OTS0193 OTW0193
WerbeKlimaIndex: Wie Deutschlands schlägt sich auch Österreichs Werbewirtschaft wacker
Fachverband Werbung und Marktkommunikation-Obfrau Sery-Froschauer: "Werbe- & Kommunikationsbranche Deutschland und Österreichs sind die Europameister"
Wien (OTS/PWK311) - "Der aktuelle WIFO WerbeKlimaIndex zeigt:
Wie Deutschlands schlägt sich auch Österreichs Werbewirtschaft
wacker. Die Werbekonjunktur liegt auch weiterhin über dem
Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die Aussichten für die
rot-weiß-rote Werbewirtschaft präsentieren sich jedoch differenziert:
Trotz der Abschwächung des gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der
Konsolidierungsbestrebungen der öffentlichen Hand bleiben die
Werbeinvestitionen stabil" - so fasst Angelika Sery-Froschauer,
Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Ergebnisse des aktuellen
WIFO-WerbeKlimaIndex' zusammen.
Nachfrage nach Werbedienstleistungen hat im 1. Quartal 2012 weiter
zugenommen
Gerhard Schwarz, Wirtschaftsexperte im Österreichischen
Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO), formuliert es so: "Die
Erwartungen liegen weit über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.
Die Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich Werbung und
Marktkommunikation war im 1. Quartal 2012 weiter stabil". 38 % der
befragten Unternehmer berichten von einem Anstieg der Nachfrage im 1.
Quartal 2012, gegenüber 11 %, die sich mit rückläufiger Nachfrage
konfrontiert sahen. Auch die Geschäftslage der Werbewirtschaft hat
sich sehr positiv entwickelt: Rund 36 Prozent der befragten
Unternehmen berichten von einer verbesserten Geschäftslage: Dem
stehen 10 % gegenüber, deren Geschäftslage sich verschärft hat.
Die Auftragslage ist weiterhin gut: 75 % der Unternehmen melden
ausreichende oder sogar mehr als ausreichende Auftragsbestände. Ihre
Kapazitäten haben die Werbetreibenden mit 85 Prozent gut ausgelastet.
In Wien und im Osten geben 20 % geben an, ihre Kapazitäten voll
ausgelastet zu haben. Im Westen berichten sogar 40 % von einer
Vollauslastung.
Werbekonjunktur im 2. Quartal 2012 bietet ein differenziertes Bild
Die derzeitige Abkühlung der Wirtschaft hat somit auf die
Konjunkturausblicke der österreichischen Werbeunternehmen im
Allgemeinen noch nicht durchgeschlagen. Für das 2. Quartal 2012 und
die unmittelbare Zukunft bleiben die Unternehmen aus dem Bereich
Werbung und Marktkommunikation weiterhin zuversichtlich. Je 29 % der
Unternehmen rechnen weiterhin mit einem weiteren Anziehen der
Nachfrage und einer verbesserten Geschäftslage. Damit überwiegen die
Optimisten weiterhin deutlich gegenüber jenen je 5 % der Unternehmen,
die eine sinkende Nachfrage bzw. eine schlechtere Geschäftslage
erwarten.
Ost-West-Gefälle nimmt ab, wieder gute Auftragslage in Wien
"Die größten Optimisten sitzen nach wie vor im Westen, doch das
regionale Gefälle in Österreichs Kommunikationsbranche verzeichnet
eine Abnahme gegenüber dem Vorquartal", so Sery-Froschauer: "Im
Rückblick war Wien im Bereich der Nachfrage noch deutlich skeptischer
als der Westen, doch erwarten nun auch die Wiener Unternehmen für die
kommenden Monate eine Verbesserung der Nachfrage. Ebenso wird die
Geschäftslage nunmehr in ganz Österreich positiv bewertet", so
Sery-Froschauer. Bei der Preiserwartung und der Vollauslastung im
April liegt der Westen weit vorne - die durchschnittliche
Kapazitätsauslastung liegt aber in allen Regionen im Schnitt bei 85
%.
Jedes 5. Unternehmen will Personal aufnehmen
In der Werbewirtschaft herrscht weiterhin Bedarf an qualifizierten
Arbeitskräften. Rund
6 % der Werbeunternehmen gibt an, derzeit primär durch
Arbeitskräftemangel in der Geschäftstätigkeit behindert zu sein.
Jedes fünfte der befragten Werbefirmen will im 2. Quartal 2012
Personal aufnehmen. Dem stehen "nur" 6 % der Werbeunternehmen
gegenüber, die sich zu einem Abbau von Beschäftigten gezwungen sehen.
Werbe- & Kommunikationsbranche in Deutschland und Österreich
"Europameister"
Gemeinsam mit dem WerbeKlimaIndex präsentiert Fachverband
Werbung-Obfrau Angelika Sery-Froschauer auch die Ergebnisse einer
europaweiten Auswertung eines EU-weiten Konjunkturtests für die
Werbewirtschaft
"Die Ergebnisse zeigen, dass die Werbewirtschaft derzeit vor allem
in reifen Industrieländern und Österreich gut dasteht: "Ich würde es
so formulieren: Die Kommunikationsbranche entwickelt sich in
Südeuropa und im Vereinigten Königreich deutlich schlechter. Auch
zeigt sich weiterhin eine hartnäckige Stagnation in Osteuropa. Nur
Rumänien hebt sich mit einer gewissen Konjunkturerholung davon ab",
so Sery-Froschauer. Und weiter: "Die Kluft zwischen den EU-Ländern in
Südeuropa einerseits sowie Deutschland und Österreich andererseits
wird wohl weiter größer werden. Die allgemeine Wirtschaftslage in
exportorientierten Volkswirtschaften wird auch von den
Wachstumsimpulsen aus Übersee profitieren. Die Werbewirtschaft kann
2012 in diesem Umfeld prosperieren."
Auswirkungen der Diskussion um Lobbying und Antikorruption auf das
Ansehen der Branche
Auch diesmal wurden im Zuge der Erhebungen zum WerbeKlimaIndex
Antworten auf ein aktuelles branchenspezifisches Thema abgefragt:
Fachverbandsobfrau Sery-Froschauer: "Wir haben in mehr als 400
Agenturen auch nach möglichen Auswirkungen der aktuellen Diskussion
um Lobbying und Antikorruption auf die Kommunikations- und PR-Branche
gefragt."
Nicht einmal 1 % der befragen Unternehmen rechnet mit positiven
Auswirkungen des Antikorruptionsgesetzes auf das Ansehen der Werbe-
und PR-Branche. Jedes 3. Unternehmen ist sich über die tatsächlichen
langfristigen Folgen der negativen Ereignisse der Vergangenheit
unsicher. 9 % erwarten sich keine Veränderungen. Nur 2 % sehen die
aktuelle Diskussion als Chance für das eigene Unternehmen. 9 Prozent
erwarten negative Auswirkungen, während fast 80 % der befragten
Firmen mit keinen Änderungen rechnet.
Sehr ambivalent beurteilt die Branche, ob das neue
Antikorruptionspaket einen Beitrag dazu leisten kann, unsaubere
Praktiken (wie z.B. illegale Parteienfinanzierung, Schmiergelder,
Kickbacks) und Korruption zu unterbinden: Mit 38 % halten sich
Optimisten und Pessimisten die Waage. Beinahe in jedem vierten
Unternehmen sind sich die Befragten darüber unschlüssig.
Staatsschuldenkrise erfasst die Realwirtschaft
Vor dem Hintergrund der aktuellen europaweit gedämpften
Konjunkturentwicklung plädiert die oberste Interessenvertreterin der
rot-weiß-roten Werbewirtschaft für "maßvolle und nachhaltig wirksame
Konsolidierungs- und Reformmaßnahmen im öffentlichen Bereich. Dabei
ist jedoch darauf zu achten, dass sie die Konjunkturentwicklung
mittelfristig nicht allzu stark dämpfen," so Sery-Froschauers Appell
an die Politik. (JR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Fachverband Werbung & Marktkommunikation Mag. Markus Deutsch Tel.: 05 90 900-3539 E-Mail: [email protected] Internet: www.wko.at/werbung
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK






