• 09.05.2012, 12:11:54
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ÖH ad Töchterle: woher kommen die Millionen für Atomforschungsreaktor?

Forderung nach Transparenz und Offenlegung der Finanzen

Wien (OTS) - Medienberichten zufolge soll morgen ein Millionen
Abkommen zwischen dem Atominstitut der Technischen Universität Wien
und dem US-Energieministerium unterzeichnet werden. "Wir fragen uns -
ähnlich wie bei der ISTA Milliarde - wo diese Mittel plötzlich
herkommen - handelt es sich vielleicht um Rücklagen? Es ist für uns
nicht nachvollziehbar, warum diese Gelder nun in dieser Form zur
Verfügung stehen und warum andere Problemherde finanziell einfach
ausgehungert werden - dass die Hochschulen chronisch unterfinanziert
sind, ist ein längst bekanntes Problem. Wir fordern Minister
Töchterle auf, das Finanzchaos der Hochschulen endlich zu beenden. Um
das zu erreichen sollte sich Töchterle dringend das Forum Hochschule
Finanzierungsmodell zu Gemüte führen - damit wäre eine ausreichende
Finanzierung und Transparenz garantiert", so Peter Grabuschnig, ÖH
Generalsekretär.

"Dass die Regierung und insbesondere Minister Töchterle einen
Millionen Deal abschließt und sich gleichzeitig aus der
bildungspolitischen Verantwortung den Studierenden gegenüber
entzieht, ist einfach nur enttäuschend. Die ungelöste Frage der
Studiengebühren lässt unzählige Studierende weiter im Unwissen
darüber, ob sie ihr Studium weiter fortsetzen können oder ob ihnen
nicht schon bald 10000 Euro Studiengebühren blühen. Die soziale
Absicherung ist seit Jahren nicht einmal an die Inflation angepasst
worden. Neben den Lehramtsstudien an der TU steht auch die
Internationale Entwicklung (IE) vor dem Aus. Das ist nur ein Auszug
aus der langen Liste der bildungspolitischen Baustellen, um die sich
Töchterle kümmern muss", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH

"Seit Wochen protestieren Studierende für bessere Studienbedingungen,
gegen Studiengebühren und für den Erhalt ihrer Studienrichtungen. So
auch heute wieder: die Studierenden der TU veranstalten heute
Vormittag eine "Street Lecture", um auf die Leistungen der
Universität und ihre finanziellen Schwierigkeiten aufmerksam zu
machen; die Studierenden der IE laden um 14.00 Uhr zu einer
Kundgebung und Informationsveranstaltung. Wie lange kann ein Minister
hier noch zusehen? Dass er Stillstand verwalten kann, hat Töchterle
mittlerweile bewiesen - jetzt ist es an der Zeit, sich endlich für
und nicht länger gegen die Studierenden einzusetzen. Ein erster
Schritt wäre, endlich eine transparente Ausfinanzierung der
Hochschulen zu garantieren", fordert Angelika Gruber.

Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Sara Scheiflinger, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]; http://www.oeh.ac.at

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