- 08.05.2012, 13:54:32
- /
- OTS0203 OTW0203
Schwentner: Studiengebühren für Menschen aus Entwicklungsländern unzumutbar
Vollkommen falsches Signal an die ärmsten Länder der Welt
Wien (OTS) - "Universitäten weiterhin zu ermöglichen,
Studiengebühren für Studierende aus Drittländern einzuführen, ist ein
großer Fehler", stellt Judith Schwentner, entwicklungspolitische
Sprecherin der Grünen, fest. Vor allem Studierende aus
Entwicklungsländern können sich dadurch ein Studium in Österreich
nicht mehr leisten. Für begabte StudentInnen wird ein Studium in
Österreich dadurch verunmöglicht. "Dabei wäre es
entwicklungspolitisch äußerst wichtig, dass gut ausgebildete Menschen
in ihre Heimatländern zurückkehren können und dort an Aufbau und
besseren Lebensverhältnissen mitwirken", betont die Grüne.
"Entwicklungszusammenarbeit baut auf der Zusammenarbeit mit den
Menschen vor Ort. Dafür braucht es solides Wissen. Wenn wir diese
Menschen nicht mehr ausbilden, geht unsere allerwichtigste Ressource
verloren", erklärt Schwentner. "Ich fordere Minister Töchterle dazu
auf, das Chaos an den österreichischen Hochschulen zu beenden.
Universitäre Autonomie sollte anders aussehen als soziale
Unterschiede zwischen Studierenden zu verstärken!"
Aus entwicklungspolitischer Perspektive führe dies in die absolut
falsche Richtung, so Schwentner weiter: "Auch bei Studierenden aus
Drittstaaten darf nicht der finanzielle Hintergrund des Elternhauses
darüber entscheiden, wer ein Hochschulstudium absolvieren kann.
Gerade auf Grund des kümmerlichen Budgets für die
Entwicklungszusammenarbeit ist das das vollkommen falsche Signal an
die ärmsten Länder der Welt."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB






