- 08.05.2012, 12:08:54
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Club of Rome: Glawischnig fordert Klimawandel bei nächstem EU-Gipfel zu thematisieren
Brunner: Nächste Weggabelung für Einschränkung des Ressourcenverbrauchs ist Rio+20
Wien (OTS) - Der gestern veröffentlichte Bericht des Club of Rome
zeigt den enormen Handlungsbedarf, den es weltweit gibt. Die
Warnungen etwa über den bevorstehenden Klimawandel darin müssen sehr
ernst genommen werden. "Ich fordere daher die Staats- und
Regierungschefs auf, sich beim nächsten Gipfel im Zuge der
Verhandlungen über die Eurokrise auch mit den Folgen des Klimawandels
und dem ständig wachsenden Ressourcenverbrauch zu beschäftigen. Es
braucht ein ökologisches Wachstum, das sich an den Grenzen des
Planeten orientiert. Und nicht ein blindes, zerstörerisches Wachstum.
Der Bericht des Club of Rome ist Zeuge dafür", betont Eva
Glawischnig, Bundessprecherin der Grünen.
Das Wissen, das Know-How, um den Klimawandel einzudämmen, ist
vorhanden. Die Grüne Energiewende ist möglich und machbar. Viele
Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung, einen nachhaltigen
Ressourcenverbrauch liegen längst fertig auf dem Tisch. "Die
Umsetzung scheitert an der Profitgier mächtiger Konzerne und ihren
politischen Handlangern, aber auch am fehlenden politischen Willen",
kritisiert Glawischnig. Eine nachhaltige Wirtschaftsordnung braucht
Länder, die das vorleben. "Umweltschutz braucht ein Musterland, dazu
wäre Österreich prädestiniert. Leider ist Österreich aber
Klimaschutzschlusslicht", kritisiert Glawischnig.
Brunner: Nächste Weggabelung für Einschränkung des
Ressourcenverbrauchs ist Rio+20
"Auch Österreich verbraucht wesentlich mehr Ressourcen, als uns
hierzulande zur Verfügung stehen. Wenn alle Menschen so viel
verbrauchen wie derzeit Österreich, bräuchten wir mehr als zwei
Planeten", erläutert Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen.
Österreich war bei der Umsetzung der Klimarahmenkonvention bislang
kein Vorbild. Die nächste Weggabelung wird die Konferenz der
Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung in Rio (Rio+20) im
Juni sein. "Ich erwarte mir von Rio+20, dass die bisher viel
diskutierten Maßnahmen endlich verpflichtend auf allen Ebenen und
Institutionen umgesetzt werden. Österreich sollte dabei Vorreiter
sein", betont Brunner. "Österreich muss, um die Klimaziele zu
erreichen, deutlich weniger Energie verbrauchen. Ein erster Schritt
dazu muss ein ambitioniertes Energieeffizienzgesetz sein."
Rückfragehinweis:
Mag. Reinhard Pickl-Herk
Tel.: +43-1-40110-6707
mailto:[email protected]
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