• 08.05.2012, 11:18:51
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Töchterle hat Studiengebühren-Chaos zu verantworten

Grüne: Grotesk, wenn Unis für sozialen Ausgleich sorgen sollen

Wien (OTS) - "Die Weigerung von Bundesminister Töchterle, eine
höchstgerichtlich reklamierte Gesetzesreparatur der Studiengebühren
vorzunehmen und Universitäten und Studierenden Rechtssicherheit zu
geben, führt zum Chaos", kritisiert der Grüne Wissenschaftssprecher
Kurt Grünewald, die Untätigkeit Töchterles, der politische
Verantwortung - unter dem Deckmantel universitärer Autonomie - an die
Universitäten abwälzt.

"Wenn nun die Unversitäten selbst für sozialen Ausgleich und
Gerechtigkeit sorgen sollen, indem sie mit den eingenommenen Geldern
Sozialtöpfe finanzieren und damit das Ministerium finanziell
entlasten, ist dies nur eine weitere Groteske, die Töchterle zu
verantworten hat. Nie wurde von Seiten des Ministeriums dargelegt,
welche Verbesserungen der Entwurf eines sozial gerechten
Beihilfemodells wirklich bringen würde. Keine Ziffer über die Quote
der BeihilfenempfängerInnen wurde genannt und keine Aussage getätigt,
ob mit diesem Modell zumindest der EU-Schnitt bezüglich finanzieller
Unterstützung von Studierenden erreicht würde. Vieles weist darauf
hin, dass mit einem wirklich herzeigbaren Modell Mehrkosten verbunden
wären, die die Einnahmen aus Studiengebühren bei weitem übersteigen
würden", fürchtet Grünewald.

Eines ist jedenfalls klar: finanzielle Gründe sind die am häufigst
genannten Ursachen für Studienzeitverlängerungen wie auch
Studienabbrüche. Grünewald: "Studierende können die Unterfinanzierung
der Universitäten und Fachhochschulen nicht signifikant verbessern.
Ich wünsche mir, dass dies auch einmal gesagt wird und die
Schönfärberei ein Ende hat."

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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