• 08.05.2012, 10:00:28
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Hilfe auf vier Pfoten

Hilfsgemeinschaft gratuliert Julian Nagl und "Dimo" zur bestandenen Blindenführhundeprüfung

Wien (OTS) - Julian Nagl ist seit Anfang April stolzer Besitzer
eines staatlich geprüften Blindenführhundes. Diese speziell
ausgebildeten Tiere verhelfen blinden Menschen zu mehr Unabhängigkeit
und Mobilität.

Anfang April 2012 hat Julian Nagl mit seinem Führhund "Diamond",
genannt "Dimo", die Blindenführhundeprüfung beim Bundessozialamt in
Wien erfolgreich bestanden. Seitdem hat sich im Leben des
Achtunddreißigjährigen vieles verändert. Sein Blindenführhund hilft
ihm bei der Orientierung in vertrauter und fremder Umgebung und hat
Julian Nagl ein großes Stück Selbstständigkeit und Unabhängigkeit
gegeben.

Für Nagl, der bei der Hilfsgemeinschaft der Blinden und
Sehschwachen Österreichs Mitglied ist und sich dort auch ehrenamtlich
engagiert, war nach seiner Erblindung schnell klar, dass er einen
Führhund haben möchte. Die Hilfsgemeinschaft unterstützte Nagl bei
diesem Wunsch. Die Ausbildung eines Blindenführhundes dauert ca. ein
Jahr und kostet in Österreich etwa EUR 30.000,-. Ein Blindenführhund
kann auf Kommando verschiedene Ziele suchen, wie z. B. Treppen,
Türen, Aufzüge oder Zebrastreifen.

Streicheln nur außerhalb der "Arbeitszeit" erwünscht

Der schöne weiße Schweizer Schäferhund "Diamond" zieht die Blicke
auf sich. "Durch den Hund habe ich schon viele nette Kontakte
geknüpft", erzählt Julian Nagl. Viele wollen den Hund natürlich auch
streicheln - was aber im Alltag ein großes Problem für den Besitzer
darstellen kann. Blindenführhunde sollen während ihres Einsatzes
nicht gestört werden, denn sonst könnte es passieren, dass sie
abgelenkt werden und eventuelle Gefahren für ihren blinden Besitzer
übersehen. Erst wenn das Führhundegeschirr abgenommen wird und der
Hund "außer Dienst" ist, kann er gestreichelt werden.

Großes Vertrauen prägt die Beziehung

Der Aufbau einer gegenseitigen Vertrauensbasis zwischen Hund und
Besitzer ist unerlässlich. Nagl: "Am Anfang war es für mich
schwierig, dem Hund Vertrauen zu schenken. Doch wenn einmal von
beiden Seiten Vertrauen da ist, ist es ein wunderschönes Gefühl, das
einem große Sicherheit gibt." Dimo ist ein hilfsbereiter Hund, der
gerne arbeitet, erzählt Julian Nagl stolz: "Dimo freut sich immer,
wenn er ins Führhundegeschirr kommt, denn dann weiß er, dass er
helfen kann!"

Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen bietet seit
2009 den 1. österreichischen Blindenführhundestammtisch an - ein
regelmäßig stattfindendes Informations- und Schulungsangebot für
Besitzer von Führhunden und ihre Tiere. Mehr Information sowie
aktuelle Termine und Themen gibt es unter www.hilfsgemeinschaft.at.

Druckfähige Fotos zum kostenlosen Download gibt es unter
http://www.hilfsgemeinschaft.at/index.php?id=116#c1959

Rückfragehinweis:
Mag.(FH) Agnes Dürhammer,
Tel. 01/330 35 45 - 23,
E-Mail: [email protected]

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