• 08.05.2012, 08:00:33
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ÖGfE-Schmidt: SchülerInnen wissen mit polarisierenden EU-Schlagzeilen umzugehen

Wien (OTS) - 56 Prozent: EU bringt nicht "nur" der Wirtschaft
Vorteile - 66 Prozent: "Kleine" EU-Länder haben etwas zu sagen -
Jugend sieht Zukunftschancen in der EU - Mehr europäische Bildung
gewünscht - SchülerInnen-Umfrage

Bereits zum dritten Mal hat die Österreichische Gesellschaft für
Europapolitik (ÖGfE) eine österreichweite Umfrage unter SchülerInnen
durchgeführt.

"Unsere Umfrageergebnisse zeigen, dass vereinfachte Negativparolen
zu EU-Themen von Österreichs SchülerInnen nicht unreflektiert
aufgenommen werden", analysiert Paul Schmidt, Leiter der ÖGfE, die
aktuelle Umfrage, die in AHS und weiteren Schultypen durchgeführt
wurde. So möchten 56 beziehungsweise 66 Prozent den folgenden
Aussagen weniger oder gar nicht zustimmen: "Die EU bringt nur der
Wirtschaft etwas, dem einzelnen Bürger aber nichts" bzw. "Österreich
hat als "kleines" Land in der EU nichts zu sagen". Nur 6 bis 8
Prozent sind damit voll inhaltlich einverstanden.

Zuversicht trotz Krise

Trotz der gegenwärtigen Krise ist die Jugend optimistisch. 71
Prozent der SchülerInnen glauben an ihre Zukunftschancen in der EU,
während sich 20 Prozent diesbezüglich skeptisch zeigen. Mehr als zwei
Drittel (67%) sind der Ansicht, unsere Wirtschaft profitiere von der
EU-Mitgliedschaft, ein Viertel stimmt dem uneingeschränkt zu. "Dieses
klare Signal bestätigt sich auch in der Einschätzung des Euros als
stabile Währung, der sich knapp 60 Prozent eher oder voll
anschließen", erklärt Schmidt. 23 Prozent stimmen dem weniger, 9
Prozent gar nicht zu.

Europa macht neugierig

32 Prozent der Befragten geben an, sich auch außerhalb der Schule
weiter mit europäischen Themen beschäftigen zu wollen. Immerhin rund
28 Prozent fühlen sich dazu angeregt, eine Debatte im Familien- und
Freundeskreis zu führen. "Das ist ermutigend und zeigt, dass die EU
als Lebensrealität wahrgenommen wird", kommentiert Schmidt.

Mehr europäische Bildung

"SchülerInnen wollen Informationen zu Europa vor allem in der
Schule erhalten". So möchten 32 Prozent im Unterricht mehr über die
EU erfahren. "Außerdem sind 42 Prozent an weiteren
Diskussionsveranstaltungen mit ExpertInnen zum Thema interessiert.
Gefragt ist also ein Mehr an Debatte und Meinungsaustausch -
insbesondere zu Themen, die die Jugend konkret betreffen und ihren
Lebensalltag direkt beeinflussen", betont Schmidt.

Fast 47 Prozent finden, dass ihnen zu wenig Informationen zum
Bereich Ausbildung und Studium in Europa angeboten werden. Mehr
Auskünfte wünschen sich viele SchülerInnen auch zu den Vor- und
Nachteilen der EU für Österreich (43%). Beide Themen halten sich seit
drei Jahren an der Spitze. Gewachsen ist im Vergleich zu den Umfragen
2009 und 2010 das Interesse an Energie- und Umweltpolitik (33%).
Ebenfalls mehr Informationen wünschen sich die Jugendlichen zu
Migrationsfragen (33%) und zu EU-Themen, die die eigene Region
betreffen (30%). Weniger als 5 Prozent geben an, generell kein
Interesse an EU-Themen zu haben.

Hintergrund

Die Umfrage wurde im Rahmen der Wanderausstellung "Die EU und DU -
eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft" 2011 österreichweit durchgeführt.
1098 SchülerInnen aus allen Schultypen wurden schriftlich befragt (90
% Oberstufe, leichter Überhang an Teilnehmerinnen (55%), knapp drei
Viertel besuchten eine AHS). Die Ausstellung ist ein Projekt der
ÖGfE, des Bundesministeriums für europäische und internationale
Angelegenheiten und der Vertretung der Europäischen Kommission in
Österreich. 2011 war sie in über 40 Schulen zu sehen. Im Rahmen der
Ausstellung erhalten die SchülerInnen auch Gelegenheit mit
ExpertInnen über aktuelle europapolitische Themen zu diskutieren -
2011 nahmen über 5000 an Diskussionsveranstaltungen teil. (Nähere
Infos, siehe: www.die-eu-und-du.at)

Rückfragehinweis:

Mag. Paul Schmidt
   Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE)
   Rotenhausgasse 6 8-9, A-1090 Wien
   Tel.: (+43-1)533 49 99 - 11
   Fax.: (+43-1)533 49 40
   www.oegfe.at
   www.oegfe.at/facebook

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