- 07.05.2012, 16:48:38
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Cortolezis-Schlager ortet bei Experten mehr Gemeinsames als Trennendes im Hochschulbereich
ÖVP-Wissenschaftssprecherin zu Universitäten, Hochschulen und Erwachsenenbildung im Besonderen Ausschuss zum Volksbegehren Bildung
Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Wenn ich mir die Sichtweise der Experten
vergegenwärtige, dann gibt es mehr Gemeinsames als Trennendes", sagte
heute, Montag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina
Cortolezis-Schlager anlässlich der Sitzung des Besonderen Ausschusses
zur Vorberatung des Volksbegehrens "Bildungsinitiative", bei der es
am Nachmittag um die Universitäten, Hochschulen und
Erwachsenenbildung ging. Sie verwies dabei unter anderem auf die
positive Einstellung zur Autonomie. Es sei natürlich wichtig, dass
der Staat die Rahmenbedingungen vorgebe. Dazu gehöre auch die
Weiterentwicklung der Leistungsvereinbarungen. "Durch dieses
Instrument geben wir den Hochschulen Freiraum, damit sie
international wettbewerbsfähig bleiben können." Wichtig sei es, mit
der nächsten Leistungsvereinbarung einen gewaltigen Schritt
weiterzukommen, um den Unis den nächsten Entwicklungsschritt zu
Profilbildung zu ermöglichen.
Bewährt habe sich auch der Bereich der kompetitiven Forschung, nicht
nur in Österreich, auch international. Im Vergleich zu unseren
Nettozahlungen von 100 Prozent nehmen wir 130 Prozent über die
EU-Forschungsmittel ein.
Klar von den Experten hervorgehoben wurde auch das Thema
Zugangsmanagement. "Wenn wir wettbewerbsfähig sein wollen, kommen wir
um das Thema nicht herum." Es gelte zu überlegen, welche Kapazitäten
vorhanden seien, was welcher Bereich kostet und wie viele Studierende
ein Studium auch studieren können. Ein Ausbau der Studienplätze und
eine Erreichung der Akademikerquote von 40 Prozent bis 2020 sind als
gemeinsames Ziel anzustreben.
Die Wissenschaftssprecherin wies zudem auf die in Österreich im
internationalen Vergleich unterproportionalen Mittel von Privaten: 85
Prozent der Hochschulfinanzierung erfolge aus öffentlichen Mitteln.
Gut sei aber ein kluger Mix aus öffentlichen und privaten Mitteln.
Das von Wissenschaftsminister Töchterle vorgelegte sozial ausgewogene
Studienbeitragsmodell sehe beispielsweise eine maßvolle Einhebung von
Studienbeiträgen vor und würde 500 Millionen Euro bringen - also die
Hälfte der Hochschulmilliarde, rechnete Cortolezis-Schlager vor.
Österreichs Universitätslandschaft zeichne viel Positives aus. Unter
allen EU-Rankings liege Österreich unter den vier bis fünf
Top-Ländern. "Österreichs Universitäten haben in der Vergangenheit
ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Jetzt geht es darum, die nächsten
Schritte gut vorzubereiten", schloss die ÖVP-Wissenschaftssprecherin.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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