• 07.05.2012, 14:19:13
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ORF III mit der Unterrichtsministerin in "erLesen", Schnitzlers 150. Geburtstag und Kunstprojekten von Hubert Lepkas "Lawine Torrèn"

Ab 8. Mai im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information lädt am Dienstag, dem
8. Mai 2012, Ministerin Claudia Schmied, Schriftsteller Michael
Stavaric sowie Medizinjournalist Kurt Langbein zu Rotwein oder
Rivella und erfährt, welche Bücher Österreichs Kulturpolitiker
derzeit lesen. Im Anschluss hinterfragt Regisseur Herbert Eisenschenk
anlässlich des bevorstehenden 150. Geburtstages von Arthur Schnitzler
den Zusammenhang zwischen dem bedeutenden Dramatiker und Sigmund
Freud. Der "Kulturmontag" nimmt Matthias Hartmanns Inszenierung des
"Trojanischen Pferdes" unter die Lupe, bevor ORF III Kultur und
Information sämtliche Großraumperformances von Hubert Lepkas
Künstlergruppe "Lawine Torrèn" in den Mittelpunkt seines Programms
stellt.

"erLesen" (20.15 Uhr)

Wenn eine Ministerin für Unterricht, Kunst und Kultur verrät, wann
sie zuletzt sentimental war, ein Medizinjournalist von seiner
Diagnose Prostatakrebs erzählt und ein Schriftsteller seinen ganz
persönlichen Bezug zu Ratten offenbart, dann ist ORF III Kultur und
Information in Heinz Sichrovskys Bücherwelt angekommen. Inmitten von
gestapelten Büchern schwelgt Claudia Schmied in Erinnerungen und
plaudert über ihr liebstes Kinderbuch: eine berührende
Pixie-Geschichte über eine alte Lokomotive, die in Pension geschickt
werden sollte. Bei "erLesen" verrät die Ministerin, in welchen
Situationen ihre Sentimentalität zum Vorschein kommt und wie sie mit
wüsten Beschimpfungen umgeht.
Neben der Fachministerin geben im Lauf der Sendung auch die
Kultursprecher der Parlamentsparteien preis, welche Autoren sie
besonders schätzen: Sonja Ablinger (SPÖ), Stefan Petzner (BZÖ),
Silvia Fuhrmann (ÖVP), Wolfgang Zinggl (Grüne) und Heidemarie
Unterreiner (FPÖ) verraten ihre Lesegewohnheiten.
Medizinjournalist Kurt Langbein spricht über seinen Kampf gegen den
Prostatakrebs, warum das Schreiben Teil seines therapeutischen
Prozesses gewesen sei und wie er gelernt hat, sich mit seiner neuen
Rolle als Patient anzufreunden. Schriftsteller Michael Stavaric
freundet sich hingegen mit seinem chinesischen Sternzeichen an und
mit der Tatsache, dass Kunst zwar einen besonderen Stellenwert haben
müsse, es dennoch eine gewisse Eigenverantwortung mit sich bringe.
Sollte er eines Tages nicht mehr vom Schreiben leben können, werde er
sich eben einen anderen Job suchen.

art.genossen "Begierde und Sehnsucht: Arthur Schnitzler" (21.20 Uhr)

Er brach die Tabus seiner Zeit und scheute nicht davor zurück,
Sexualität und Tod zur Sprache zu bringen: Arthur Schnitzler war
einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne und wusste wie
kein anderer diese besondere Umbruchszeit der Jahrhundertwende zu
beschreiben. Anlässlich seines 150. Geburtstages am 15. Mai dieses
Jahres reist Regisseur Herbert Eisenschenk in die Innenwelt des
Dramatikers und hinterfragt die Tiefgründigkeit seiner Erzählungen.

Als Kulisse dieser ungewöhnlichen Dokumentation wählt der Filmemacher
die Stunden der Abenddämmerung, den Wiener Prater und Parkbänke. Denn
Leutnant Gustl, Fräulein Else, Fridolin aus der Traumnovelle und noch
einige mehr landen auf ihren nächtlichen Irrwegen in Schnitzlers
Werken irgendwann auf einer Parkbank. Kann dies als Metapher für die
Freudsche Couch verstanden werden? Der nächtliche Prater als Symbol
für das dunkle Verführende? Und was hat es mit den
traumwandlerischen, ziellosen Wegen der Protagonisten durch das
nächtliche Wien auf sich?

Die Wiener Schauspielerin Sandra Cervik, der Psychoanalytiker Felix
de Mendelssohn sowie der Musiker und Enkelsohn Michael Schnitzler
verknüpfen in diesem Film auf beeindruckende Weise Schnitzlers Werk
mit Fakten und Informationen zu dessen Person. Ihr eigener Weg durch
das heutige Wien wird zur bilderstarken Traumreise.

"Kulturmontag" (21.55 Uhr)

Der "Kulturmontag" analysiert u. a. die von Matthias Hartmann
inszenierte opulente Beschwörung der Antike. "Das Trojanische Pferd"
im Burgtheater-Kasino am Schwarzenbergplatz lässt Stimmen von 660 vor
Christus auf Stimmen der Gegenwart prallen. Sie behaupten, kollektiv
und dennoch kontrovers, dass die Menschen in einer nicht enden
wollenden Verkettung von Zerstörung und Selbstzerstörung verstrickt
sind. Ist die Krone der Schöpfung doch nur ein zerstörender Spielball
der Götter?

ORF III Kultur und Information zeigt die "Die lange Nacht der Lawine
Torrèn"

Im Spätabend präsentiert ORF III Kultur und Information "Die lange
Nacht der Lawine Torrèn" und zeigt sämtliche Großraumperformances von
Hubert Lepkas Künstlernetzwerk "Lawine Torrèn" bestehend aus Tänzern,
Schauspielern, Multimedia-Artists und Technikern.

ORF-III-Kunstraum "Baby Jet" (23.00 Uhr)
Während der Linzer Klangwolke im Jahr 2010 wurde die Fiktion von der
Realität überholt. 90.000 Zuschauer erlebten einen echten Railjet am
Treppelweg der Donaulände, Kunstraub im Lentos und die Vision eines
europäischen Metrosystems: in neun Minuten von Wien nach Linz.

ORF-III-Kunstraum "Jochen-Rindt-Rennfahreroper" (0.05 Uhr)
Jochen Rindt fuhr im August 1970 am Salzburgring sein letztes Rennen,
sechs Tage später starb der 28-jährige bei einem Trainingsunfall in
Monza. Die Original-Rennfahrzeuge sowie ein internationales Ensemble
von Tänzern, Sängern und Schauspielern rekonstruieren am Salzburgring
die letzten Tage des großen Nationalhelden Österreichs in einer
dramatischen Oper mit dokumentarischem Anspruch.

ORF-III-Kunstraum "Leviathan" (1.20 Uhr)
"Leviathan" spielt an der Grenze vom Mittelalter zur Aufklärung.
Gegenwart und Vergangenheit werden am Originalschauplatz absichtlich
mittels Bildkonflikten und Zeitsprüngen vermischt. Ferne Orte und
historische Gegebenheiten werden wie eine Intarsie in das Realbild
der Donaulandschaft per Videowall eingefügt, jede verräterische
Modernität durch präzise Videodramaturgie entfernt.

ORF-III-Kunstraum "Mars: 2068" (2.15 Uhr)
Im Anschluss folgt ein dreidimensionaler
Live-Science-Fiction-Comic-Strip am Rettenbachgletscher in Sölden.
Eine Mars-Station aus Schnee und Eis diente als Folie für die
Geschichte des Untergangs der Marsbasis TROI. Die Gesellschaft am
Mars ist für die Erde wie eine permanente
Expedition-Mars-Reality-Soap. Ununterbrochene Beobachtung ist zum
Selbstzweck beider Kolonien geworden.

ORF-III-Kunstraum "Teilung am Fluss" (3.05 Uhr)
Ein Gedankenexperiment von historischer Tragweite: Österreich
schließt im Mai 1955 keinen Staatsvertrag mit den Siegermächten des
Zweiten Weltkriegs ab, sondern muss die Teilung des Bundesgebiets
akzeptieren. Das Land bricht in einen kommunistischen Norden und
Osten sowie eine westliche Föderation auseinander, die Donau erstarrt
zum "eisernen Fluss".

ORF-III-Kunstraum "Hannibal" (3.55 Uhr)
Gletscherschauspiel und Abenddämmerung im April. Der
Rettenbachgletscher in Sölden bereitet sich als Hauptdarsteller auf
seinen Auftritt im wahrscheinlich größten Bühnenstück der Welt vor.
In unendlicher Ruhe taucht er seine weißen Flanken in eisiges Blau,
um wenig später den Afrikanern Hannibals als schneebedecktes
Schreckgespenst aus einer Lawine entgegenzuspringen.

Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Michael Krause
Tel.: (01) 87878 - DW 14702
http://presse.ORF.at

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