- 07.05.2012, 13:54:26
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Glawischnig erfreut über "Befreiungsfeier" zum 8. Mai im Bundeskanzleramt
Trotzdem weiterhin gravierende Widersprüche in Österreichs Umgang mit Vergangenheit
Wien (OTS) - Erstmalig findet am 8. Mai im Bundeskanzleramt eine
Veranstaltung zum Gedenken an die Befreiung vom Nationalsozialismus
und an die Beendigung des 2. Weltkrieges statt. "Das ist ein
Fortschritt für den der Republik mit seiner Vergangenheit.
Glawischnig: "Ich haben mich immer gewundert, wie das offizielle
Österreich seine Wiedererrichtung am 27. April feiern kann, ohne die
militärische Befreiung am 8. Mai zu würdigen. Das Bewusstsein der
Regierung hat sich in diesem Punkt offenbar weiterentwickelt. Das ist
erfreulich."
Dieses neue Bild der Republik muss sich aber sonst manifestieren -
in den Köpfen, auf öffentlichen Plätzen, in den Geschichtsbüchern -
und natürlich in der Krypta am Heldenplatz, die nicht mehr zeitgemäß
ist. Dort sind in Totenbüchern hunderte Namen von gefallenen
Soldaten der SS und Waffen-SS aufgeführt. "Ob nun fanatisch und
freiwillig oder teils gezwungen: Ihnen gebührt kein Platz in der
zentralen Österreichischen Gedenkstätte unter dem Kranz des
Bundeskanzlers!" Noch dazu, wo Bundespräsident und Kanzler die Krypta
regelmäßig mit Staatsgästen besucht. "Wenn der Bundeskanzler es ernst
meint, lässt er heuer als ersten Schritt zumindest morgen, wenn
wieder Burschenschafter davor aufmarschieren, seinen Kranz in der
Krypta als Zeichen des Widerstands gegen den
Burschenschafteraufmarsch abnehmen."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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