- 07.05.2012, 12:31:18
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Europafest in 150 Städten: Christen für besseres Miteinander
Buntes Fest für Europa u.a. am 12. Mai auf dem Wiener Stephansplatz mit politischen, kulturellen und spirituellen Akzenten - Der Initiative "Miteinander für Europa" gehören 180 christliche Bewegungen an
Wien, 07.05.12 (KAP) Für eine neue europäische Kultur der
Solidarität, des Lebens und des Friedens wollen sich am kommenden
Samstag, 12. Mai, eine große Zahl christlicher Erneuerungsbewegungen
in 150 europäischen Städten stark machen und ein Zeichen setzen. Das
zentrale "Europafest" findet in Brüssel statt, parallel dazu laden
kirchliche Erneuerungsbewegungen in vielen Ländern zu
Veranstaltungen. Hinter der Initiative steht "Miteinander für
Europa", ein Netzwerk christlicher Erneuerungsbewegungen und
Gemeinschaften. Der Wiener Stephansplatz ist am 12. Mai ab 13.30 Uhr
Schauplatz des heimischen "Europafestes". Aber auch in Graz und
Innsbruck finden Veranstaltungen" statt.
"Wir wollen in die europäische Vielfalt unsere christlichen Wurzeln
einbringen", so der lutherische Altbischof Herwig Sturm im Rahmen
einer Pressekonferenz am Montag in Wien. Es gehe um die Erinnerung
an die christlichen Wurzeln der EU und die Stärkung von Demokratie,
Vielfalt und Solidarität heute. Sturm, lange Jahre Vorsitzender des
Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), vertritt diesen
im Vorbereitungskomitee des Wiener Festes.
Gerade die vielen christlichen Erneuerungsbewegungen würden an der
Trennung der christlichen Kirchen besonders leiden, sagte Beate
Zimmermann vom "Forum Erneuerungsbewegungen" der Erzdiözese Wien.
Viele Bewegungen seien zudem über den gesamten Kontinent verbreitet
und wollten sich gemeinsam für die Menschen in Europa einsetzen.
Wie Diakon Johannes Fichtenbauer von der ökumenischen Plattform
"Runder Tisch Österreich" sagte, brauche es für eine neue
europäische Kultur der Solidarität mehr Verständnis für die Not
jedes einzelnen. "Als Christen müssen wir unabhängig von allen
politischen oder wirtschaftlichen Überlegungen den Blick auf jeden
einzelnen Menschen richten; auf Familien, die in die Armutsfalle
geraten sind; auf Menschen, die ihre Arbeit verloren haben". Das
gelte besonders auch im Blick auf Griechenland, so Fichtenbauer:
"Das soziale Netz für den Einzelnen darf nicht zerreißen."
Auf dem Wiener Stephansplatz ist ein buntes Programm mit
politischen, kulturellen und spirituellen Akzenten geplant. Für den
Auftakt sorgen ab 13.30 Uhr Dompfarrer Toni Faber und
Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel, eingespielt werden Interviews mit
österreichischen EU-Parlamentariern wie Otmar Karas und Ulrike
Lunacek sowie mit Richard Kühnel, dem Leiter der Vertretung der
Europäischen Kommission in Wien. Engagierte Christen sprechen ab 14
Uhr Bekenntnisse zu Ehe und Familie, sagen "Ja zum Leben", zu einer
solidarisch gestalteten Wirtschaft und werben für eine "Kultur des
Friedens" auch im Umgang mit der Schöpfung. Musik, Gebet und eine
Agape mit Brot und Getränken ergänzen das Programm.
Um 17 Uhr wird im Stephansdom eine Live-Zuspielung des Europafestes
aus Brüssel übertragen. In der belgischen Hauptstadt ergreifen u.a.
EU-Ratspräsident Herman van Rompuy, der italienische Minister und
Gründer der Gemeinschaft Sant'Egidio, Andrea Riccardi, der ehemalige
Präsident der Europäischen Kommission, Romano Prodi, und die
Präsidentin der Fokolar-Bewegung, Maria Voce, das Wort.
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