• 07.05.2012, 10:27:05
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ÖH: 8.Mai wichtiges Zeichen gegen Wehrmachts- und SS-Gedenken am Heldenplatz

fragwürdiges Ausmaß des Polizeischutzes für Kranzniederlegung

Wien (OTS) - Am 8. Mai findet jährlich eine Kranzniederlegung
deutschnationaler Burschenschaften statt, bei der die "Helden" der
Wehrmacht geehrt und die Niederlage des NS-Regimes bedauert werden.
"Es ist unfassbar, dass ein derartiger Umgang mit geschichtlichen
Ereignissen noch immer in dieser Form stattfinden kann und es
jährlich den Versuch gibt, die TäterInnen in den Mittelpunkt des
Gedenkens zu rücken", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH.
Exemplarisch hierfür ist das Ausmaß des morgigen Polizeischutzes, der
in erster Linie den Burschenschaftern Platz einräumt - es ist eine
Ausweitung der "Schutzzone" geplant, sodass beispielsweise der Zugang
zum Weiheraum verunmöglicht wird. "Hier wird dem Gedenken der
Burschenschaftern Vorzug gegeben - das ist eindeutig kein neutrales
Vorgehen."

"Umso wichtiger, dagegen vorzugehen und zu zeigen, dass es auch
anders geht: wir gedenken der Menschen, die von den
NationalsozialistInnen verfolgt und ermordet wurden. Wir gedenken der
Menschen, die den Kampf gegen das NS-Regime mit ihrem Leben bezahlt
haben - WiderstandskämpferInnen, Wehrdienstverweigerern und ihren
UnterstützerInnen, PartisanInnen und Deserteure und rufen dazu auf,
ab 17.00 Uhr am Heldenplatz dabei zu sein", so Peter Grabuschnig, ÖH
Generalsekretär

Abseits des 8.Mai ist es zudem wichtig, sich aktiv für eine
reflektierte und aktive Erinnerungspolitik einzusetzen - das gilt vor
allem auch für die Hochschulen. An Universitäten ist es immer noch
üblich, dass sich deutschnationale Burschenschafter versammeln und
öffentlich selbst feiern", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH.
"Gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte arbeiten wir daher
gerade an einer umfangreichen Publikation, um auch die Rolle der
Universitäten im Nationalsozialismus endlich aufzuarbeiten."

Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Johanna Griesmayr, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at/

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