Kukacka: 8. Mai 1945 darf nicht für politische Instrumentalisierung missbraucht werden
Gedenkgottesdienst als friedfertiger Kontrapunkt
Wien (OTS) - "Gegen das Totengedenken und den Fackelzug der
schlagenden Burschenschafter am 8. Mai, dem Jahrestag der
Kapitulation Hitlerdeutschlands, und gegen die angekündigten
Gegendemonstrationen vor allem linker Protestgruppen wollen die
katholischen Studentenverbindungen des MKV und ÖCV gemeinsam mit
anderen katholischen Verbänden einen friedfertigen und diesem Anlass
angemessenen Kontrapunkt setzen", erklärte heute Staatsekretär a.D.
Mag. Helmut Kukacka, Vorsitzender des
Mittelschüler-Kartell-Verbandes.
Der MKV wird deshalb mit anderen katholischen Verbänden einen
Gedenkgottesdienst im Wiener Stephansdom am Dienstag 8. Mai 18:00 Uhr
feiern, in dessen Rahmen aller unschuldigen Opfer des Zweiten
Weltkrieges gedacht wird.
Der 8. Mai solle von Niemandem für politische Konflikte und
ideologische Auseinandersetzungen missbraucht werden. Diese
Gedenkmesse solle ein klares politisches Signal gegen Extremismus von
rechts und links sein und sich gegen jede einseitige politische
Instrumentalisierung des 8. Mai richten.
"Wir wollen die Versöhnung in den Mittelpunkt stellen und aller Opfer
des Krieges gedenken. Für uns stehen aber bei diesem Anlass jene
Opfer im Vordergrund, die im Widerstand gegen das NS-Regime ihr Leben
lassen mussten, in Konzentrationslagern und Gefängnissen inhaftiert
oder aufgrund ihrer Gesinnung verfolgt wurden. Viele dieser Opfer
stammen aus dem Kreise der katholischen Verbindungen, Verbände und
Organisationen", so Kukacka.
"57 Jahre nach dem Zeiten Weltkrieg gibt es nichts mehr zu
verharmlosen und zu beschönigen. Für Österreich kann der 8. Mai 1945
auch kein Tag der Niederlage sein, sondern muss ein Tag der Freude
sein, denn vor 57 Jahren sind viele vom NS-Regime inhaftierten
Gründer der zweiten Republik aus den verschiedenen politischen Lagern
zurückgekehrt, hätten sich die Hände gereicht und Österreich wieder
aufgebaut. Dies sollte uns heute als Beispiel dienen", so Kukacka
abschließend.
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