• 03.05.2012, 17:00:03
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"KURIER"-Kommentar von Michael Bachner: "Weiter im Blindflug"

Je schlechter es der Lufthansa geht, desto enger wird es für die AUA.

Wien (OTS) - Die Regierung hält die verlustreiche staatliche
Fluggesellschaft mit einem Milliarden-Hilfspaket in der Luft. Nein,
hier geht es nicht um die AUA. Die wurde ja längst an die deutsche
Lufthansa not-privatisiert. Aber weil es den Airlines rund um den
Globus schlecht geht, muss - um beim Ausgangsbeispiel zu bleiben -
die indische Regierung "ihrer" Air India mit 4,4 Milliarden Euro
unter die Flügel greifen.
Der globale Wettbewerbsdruck und die weltweite
Wettbewerbsverzerrung nehmen also Hand in Hand zu. Denn der deutsche
Steuerzahler wird nicht einspringen, nur weil die Kranich-Airline
mitsamt ihren Töchtern AUA und Swiss in die roten Zahlen fliegt.
Dafür ist der Lufthansa-Schuldenberg von 2,3 Milliarden Euro wohl
noch nicht hoch genug. Anfang der 90er-Jahre waren es schon mehr als
zehn Milliarden Euro.
Doch auch der "Irrflug der Lufthansa" ((C) Handelsblatt) zwischen
Premium-Anbieter und geplanter Billig-Airline muss bald ein Ende
haben. Denn je schlechter der deutsche Mutterkonzern dasteht, desto
enger wird es für die ungeliebte Austro-Tochter, die bisher nur
Probleme macht. Rekordverlust bei gleichzeitigem Passagierrekord:
Klarer kann man das Kostenproblem der AUA nicht ausdrücken.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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