- 03.05.2012, 13:39:45
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Hochschulkonferenz ohne Budgetmittel sinnlos
Grünewald vermisst Mut und kritisiert Zusammensetzung
Wien (OTS) - "Die besten Ideen und Ideale einer zukünftigen
Hochschulkonferenz nützen nichts, wenn die zur Umsetzung nötigen
Budgetmittel nicht zur Verfügung stehen. Man kann beraten, Vorschläge
und Wünsche einbringen, aber niemand insbesondere nicht der
zuständige Minister und die Bundesregierung müssen diese Ratschläge
befolgen. Eine zahnlose weitere Konferenz zu den bereits zahlreich
vorhandenen Räten, wird uns dann auch nicht weiterbringen" warnt der
Grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald anlässlich der heutigen
Pressekonferenz von Wissenschaftsminister Töchterle zur Einrichtung
der neuen Hochschulkonferenz.
"Eine Gesamtbetrachtung der Bildungs- und Forschungseinrichtungen ist
sinnvoll und sollte das "Röhrensehen" auf die eigene Institution
zugunsten klarer Profilbildung, Durchlässigkeit und Kooperation
reduzieren", wünscht sich Grünewald. "Was aber bisher nicht geschah,
ist eine klare Definition der Ziele und Aufgaben der einzelnen
tertiären Bildungseinrichtungen wie auch ein klares Bekenntnis zu
einer breiteren Bildungsbeteiligung unter qualitativ guten
Ressourcen."
Besonders ärgerlich ist für den Grünen: "Dass die größte Gruppe von
Universitätsangehörigen - nämlich die Studierenden - nur als
Zuschauer der Konferenz vorgesehen war und erst nach massiver
Intervention Stimmrecht erhielt, kam einer Provokation gleich. Allen
ExpertInnen ist klar, dass die Zukunft von Bildung und Forschung ganz
wesentlich von den Perspektiven abhängt, die dem wissenschaftlichen
Nachwuchs geboten werden. Dass dieser in der Besetzung der
Hochschulkonferenz gar nicht vorkommt und ihm im vorläufigen
Hochschulplan nur wenige Zeilen gewidmet sind, halte ich für
schlichtweg skandalös und für ein beschämendes Zeichen mangelnder
Einsicht und Wertschätzung", kritisiert Grünewald den zuständigen
Minister.
Sehr positiv äußert sich Grünewald zum Protest der ÖH-Vorsitzenden
Janine Wulz, und dazu dass der UNIKO-Präsident Heinrich Schmidinger
Rückgrat gezeigt hat und Nachbesserungen und -justierungen bezüglich
der Beschickung der Konferenz einmahnt. "Etwas auf dem Reißbrett zu
konstruieren und dann durchzuboxen ist nicht zielführend und
brüskiert die Universitäten, den wissenschaftlichtlichen Nachwuchs
und die Studierenden. Es wäre sinnvoll, wenn Minister Töchterle sich
der Kritik stellt und Probleme auch wahrnimmt."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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