• 03.05.2012, 11:13:02
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Mitterlehner: Christian-Doppler-Modell stärkt Wirtschafts- und Forschungs-Standort Österreich

Neue Experten-Evaluierung zeigt Erfolg der Christian Doppler Forschungsgesellschaft - Effiziente Forschungsarbeit von Wirtschaft und Universitäten zahlt sich nachhaltig aus

Wien (OTS/BMWFJ) - Äußerst positive Ergebnisse ergibt eine
aktuelle Evaluierung der Christian Doppler Forschungsgesellschaft
(CDG) durch das Industriewissenschaftliche Institut und das Economica
Institut für Wirtschaftsforschung. "Unser Programm nützt Wissenschaft
und Wirtschaft, es ist sinnvoll in die Forschungsförderungslandschaft
eingebettet und stärkt den Wirtschafts- und Forschungsstandort
Österreich", betont Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner unter
Verweis auf die zentralen Ergebnisse des Expertenberichts.

Das CD-Modell ermöglicht die Kooperation von Wissenschaft und
Wirtschaft im Bereich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung.
Laut Evaluierung beruht seine Stärke auf drei Hauptpunkten: der
thematischen Offenheit (Fragestellungen kommen aus der Wirtschaft),
der Flexibilität und Effektivität bei der Antrags- und
Förderabwicklung sowie der Integration der CD-Labors in bestehende
Universitätsstrukturen. "Die Konstruktion der CD-Labors als
PPP-Modell ist eine gute Basis für die intensive und nachhaltige
Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft", so Mitterlehner.
"Im internationalen Wettstreit der Ideen sind mehr denn je Systeme
entscheidend, die Wissen effizient für Unternehmen nutzbar machen.
Innovationen sind der Schlüssel für die internationale
Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich", sagt Mitterlehner.

Reinhart Kögerler, Präsident der Christian Doppler
Forschungsgesellschaft, sieht sich bestätigt: "Die Evaluierung lobt
das, worauf wir besonders stolz sind, nämlich größtmögliche
Flexibilität in der Anwendung, aber Kontinuität in den Grundzügen:
strenge wissenschaftliche Bewertung, strikte zeitliche Befristung der
CD-Labors sowie die Orientierung an den Fragestellungen aus der
Wirtschaft." Da die Evaluierung auf allen Ebenen positiv ausfällt,
befürworten die prüfenden Institute die Fortsetzung des Programms.
Darüber hinaus sollen die grundsätzlichen Strukturen des Modells nach
Möglichkeit auf Förderprogramme mit ähnlichen Zielen und einer
ähnlichen Ausrichtung übertragen werden.

Die Evaluierung im Überblick

Die Evaluierung wurde vom Industriewissenschaftlichen Institut (IWI)
und dem Economica Institut für Wirtschaftsforschung im zweiten
Halbjahr 2011 für das BMWFJ durchgeführt und im Februar 2012 fertig
gestellt. Sie umfasste drei Untersuchungsebenen: den Nutzen von
CD-Labors für Wirtschaft und Wissenschaft (untersucht wurden 30
CD-Labors, die zwischen 2005 und 2011 ausgelaufen sind), den Beitrag
des Programms zur Sicherung des Wirtschafts- und Forschungsstandortes
Österreich sowie die Einbettung der CDG in die
Forschungsförderungslandschaft. Im Folgenden einige Kernaussagen und
interessante statistische Daten zu den untersuchten CD-Labors:

*  Die Forschungstätigkeit in CD-Labors hat hohes Niveau und ist
   international erfolgreich. Dies zeigt besonders die Zahl der 
   erhaltenen Preise/Rufe (durchschnittlich rund fünf pro Labor).
*  Pro CD-Labor gab es im Mittel etwa 44 wissenschaftliche
   Publikationen.
*  Im Durchschnitt wurden pro CD-Labor etwa zehn Diplomarbeiten und
   sieben Dissertationen abgeschlossen. 
*  Pro untersuchtem Labor wurden durchschnittlich rund drei Patente
   eingereicht. 
*  Aus mehr als der Hälfte der untersuchten CD-Labors gingen
   Wissenschafter/innen hervor, die in weiterer Folge eigene
   Forschungsgruppen leiteten bzw. leiten.
*  CD-Labors tragen zur Entwicklung hochqualifizierter junger
   Arbeitskräfte für die Unternehmen bei; von den untersuchten
   Labors wechselten pro Labor durchschnittlich rund vier
   (ehemalige) Mitarbeiter/innen in die relevante Industrie.
*  In den vergangenen Jahren befinden sich die Themenbereiche
   Medizin und Life Science im Aufwind, in den Themenbereichen
   Nichtmetallische Werkstoffe, Maschinen und Instrumentenbau sowie
   Chemie blieb die Zahl der Labors konstant.
*  Im selben Umfang wie im Rahmen des CD-Labors hätten weder die
   Forschungsteams noch die Unternehmen die Forschungsarbeiten
   durchführen können.
*  Das CDG-Förderprogramm wird von Laborleiter/innen und Unternehmen
   als unikale Form einer Kombination von Grundlagen- und
   Industrieforschung gesehen, um mittel- bis langfristige
   Fragestellungen bearbeiten zu können.

Hintergrund zur Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG)

Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft fördert die Kooperation
von Wissenschaft und Wirtschaft. Konkret geschieht dies in Christian
Doppler Labors (CD-Labors), in denen Grundlagenforschung zu
Anwendungsfragen aus Unternehmen betrieben wird. Diese CD-Labors
werden für sieben Jahre an Universitäten oder außeruniversitären
Forschungseinrichtungen eingerichtet. Unter der Leitung von hoch
qualifizierten Wissenschafter/innen arbeiten dort Forschungsgruppen
in engem Kontakt zu den Unternehmenspartnern an innovativen Antworten
auf unternehmerische Forschungsfragen. Die öffentliche Förderung wird
vom Wirtschaftsministerium sowie von der Nationalstiftung für
Forschung, Technologie und Entwicklung bereit gestellt.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
    Pressesprecher des Bundesministers:
    Mag. Volker Hollenstein
    Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
    [email protected]
    www.bmwfj.gv.at
   
   Christian Doppler Forschungsgesellschaft,
    Mag. Christiana Griesbeck, Öffentlichkeitsarbeit
    Tel.: 01/5042205-24
    [email protected]
    www.cdg.ac.at

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