- 03.05.2012, 10:16:35
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Horner: Finanzministerin Fekter muss bei der Post Niedrigstlöhne abstellen!
SPÖ Oberösterreich unterstützt MitarbeiterInnen sowie Gewerkschaft und fordert faire Einkommen für alle Postbediensteten
Linz (OTS) - Die Post bringt allen was, allerdings einigen ihrer
MitarbeiterInnen aber ganz besonders wenig: Für Aushilfskräfte gibt
es Hungerlöhne weit unter Kollektivvertrag, Bezahlung von Überstunden
müssen sie einklagen. "Das ist für ein Unternehmen, das mehrheitlich
dem Staat gehört, völlig inakzeptabel! Die Interessen der Aktionäre
dürfen nicht wichtiger sein als die der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Finanzministerin Maria Fekter muss als
Eigentümervertreterin sicherstellen, dass derartige Praktiken
umgehend abgestellt werden und dass es faire Einkommen für alle
Postbediensteten gibt!", fordert Oberösterreichs
SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Horner.
Es sei inakzeptabel, wie ein Konzern wie die Post mit ihren
MitarbeiterInnen umgehe. Da stecke ein völlig verfehltes Profitdenken
dahinter. Auch Aushilfskräfte seien keine MitarbeiterInnen zweiter
Klasse, ergänzte Horner.
Bei der Post sind Aushilfskräfte weit von 1000 Euro Mindestlohn
entfernt und ohne Schutz durch einen Kollektivvertrag. Gerade einmal
821 Euro brutto bei 40 Wochenstunden gibt es für Urlaubsersatzkräfte.
Davon bleiben netto nach Abzug der Sozialversicherung 696 Euro netto.
Zum Vergleich: Im Handel gibt es einen Mindestlohn von 1300 Euro
brutto. Für Postaushilfen gilt der Kollektivvertrag nicht, es gibt
kein Urlaubs- und kein Weihnachtsgeld. Auch für große Zustellbezirke
gibt es keine Überstundenbezahlung.
Eine Aushilfskraft in Niederösterreich musste die Bezahlung von 58
Überstunden mit Hilfe der Arbeiterkammer einklagen. Die Post lehnte
die korrekte Bezahlung erst glattweg ab und zahlte erst, als ein
Verhandlungstermin beim Arbeitsgericht angesetzt und eine
Verurteilung zu erwarten war. "Wir wollen von der Post und Ministerin
Fekter wissen, ob es auch in Oberösterreich solche Fälle gibt.
Lohndumping darf es in einem Unternehmen, in dem der Staat
entscheidend mitbestimmt, schon gar nicht geben. Die MitarbeiterInnen
und die Gewerkschaft haben daher unsere volle Unterstützung beim
Kampf gegen solche Methoden", steht für Horner fest.
Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich, Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]
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