- 02.05.2012, 19:08:54
- /
- OTS0258 OTW0258
Bestechende Paradoxie (von Claudia Grabner)
Ausgabe 3. Mai 2012
Klagenfurt (OTS) - Seit drei Jahren sollte es in Kraft sein. Heute
beginnen die Verhandlungen: Eine bestechende Paradoxie pflastert den
Weg des neuen Lehrer-Dienstrechts. Ein Dienstrecht, zu dem die
politischen Verhandlungsführer keine dezidierte Meinung haben. Eine
vielversprechende Basis für ein zukunftstaugliches Bildungssystem ...
Dass es nicht zwingend konstruktiv ist, im Vorfeld
Schreckensszenarien - a la fünf Wochen Urlaub, mehr Unterricht -
einzufordern, ist einsichtig. Ebenso einsichtig muss sein, dass die
Lehrer der Zukunft nicht mehr festhalten können an einer Arbeitszeit,
die nur 37 Prozent vor Ort, in der Schulklasse nämlich, vorsieht. 63
Prozent werden für Vor- und Nachbereitung, Seminare, Pausenaufsicht
(!), Konferenzen berechnet. Fast schon beleidigend wird die
Arbeitszeitaufschlüsselung, wenn "ein Großteil der Sommerferien mit
einem professionellen Abschluss des alten Schuljahres und der Planung
des neuen Schuljahres" erklärt wird. Bei allem Verständnis für
aufkeimende Panik: Mit dieser Argumentation übertrumpft die
Lehrergewerkschaft jedes vermeintliche Pädagogen-Pushing ...
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KTI






