- 02.05.2012, 13:08:09
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ÖAAB-Tamandl ad Heinisch-Hosek: Eltern-wollen-beim-Kind-bleiben Mentalität unterstützen
Parallelbezug von Kinderbetreuungsgeld ermöglichen
Wien (OTS) - "Langsam aber sicher geht mir die Frauenministerin
mit ihrem Bashing von Teilzeitbeschäftigten auf die Nerven", so
Gabriele Tamandl, Landesobfrau des Wiener ÖAAB, zum heutigen
Standard-Interview.
"Teilzeit ist eine Chance, Familie und Beruf für eine bestimmte Zeit
leichter unter einen Hut zu bringen. Kinder brauchen Elternzeit. Und
Eltern brauchen Zeit mit ihren Kindern", hält Tamandl fest. Sie stehe
zu der von Heinisch-Hosek kritisierten Wahlfreiheit. "Die Politik
muss die Rahmenbedingungen so setzen, dass die Menschen das Modell
für sich wählen können, das zu ihnen passt. Wir lehnen Bevormundung a
la SPÖ strikt ab", so die Landeosbfrau weiter.
Tamandl: "Dass Unternehmen bei Ausschreibung einer Vollzeitstelle
diese in Zukunft erst den Teilzeitkräften im Unternehmen anbieten
müssen, unterstütze ich voll und ganz. Das ist eine langjährige
Forderung des ÖAAB Wien." Klar zu stellen sei, dass für den ÖAAB Wien
Teilzeitbeschäftigung eine Alternative auf Zeit sein solle und keine
Sackgasse.
Pflegefreistellung erweitern
Es gebe ganz klar verbesserungswürdige Punkte beispielsweise bei der
Pflege von kranken Kindern. "Wir sind für die Ausweitung und
Erleichterung des Pflegeurlaubs", so Tamandl. Derzeit sind lediglich
die Elternteile berechtigt eine Pflegefreistellung zu erhalten, die
im gemeinsamen Haushalt mit dem Kind leben. Auch nicht-leibliche
Elternteile, die im selben Haushalt wohnen, können eine solche
beantragen. "Das führt zu einer Mehrbelastung von Alleinerziehenden
und einer Schlechterstellung von leiblichen Elternteilen gegenüber
'neuen Lebenspartnern'. Das wollen wir verbessert wissen", führt die
ÖAAB-Landesobfrau aus.
Kinderbetreuungsgeld parallel -Alternative zu verpflichtendem
Papamonat
"Wir fordern, dass Eltern zwei Monate das Kinderbetreuungsgeld
parallel beziehen können. Das wäre meiner Meinung nach eine
praktikable Alternative zum verpflichtenden Papamonat", schlägt
Tamandl vor. Mit den neuen Modellen des Bezugs des
Kinderbetreuungsgeldes, sei ein großer Schritt in Richtung
Wahlfreiheit und Flexibilisierung der Elternauszeit gemacht worden.
"Jedoch kann das Kinderbetreuungsgeld nur nach einander, aber nicht
parallel von beiden Elternteilen bezogen werden. Mit dem
Parallelbezug könnten wir der Familie gemeinsame Zeit schenken", so
Gabriele Tamandl abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖAAB Wien
Michaela Grubmüller
Pressesprecherin
Tel.: 0664/8383 247
mailto:[email protected]
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