• 02.05.2012, 12:25:07
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ÖLI-UG: Ohne demokratische Dienstrechtsreform keine demokratische Bildungsreform!

ÖLI-UG unterstützt Grußbotschaft der LehrerInnen für das Bildungsvolksbegehren an die MinisterInnen Schmied, Heinisch-Hosek und Fekter

Wien (OTS) - - Bildungsbudgetoffensive, statt
Dienstrechtsverhandlungen unter Spardiktat
- motivierte LehrerInnen mit demokratisch gewähltem
Schulleitungsteam, statt Parteipolitik
- auf Universitätsniveau ausgebildete PädagogInnen "vollakademisch"
bezahlen
- bestmögliche Bildung für lernhungrige SchülerInnen, statt
angstbesetzte Selektionsverfahren.

LehrerInnenarbeit ist mehr als Unterrichten. Die Bezahlung auf
Grundlage der "Lehrverpflichtung", die im derzeitigen Dienst- und
Besoldungsrecht festgeschrieben steht, macht die vielfältigen
pädagogischen, Schule, SchülerInnen und Unterricht begleitenden
Tätigkeiten zur unbezahlten Nebensache. Ein neues Dienstrecht ist
längst notwendig, als Teil der von den Regierungsparteien seit langem
angekündigten Bildungsoffensive, die auch eine
Bildungsbudget-Offensive sein muss. Die von Ministerin Fekter
vorgeschlagene Kostensenkung durch eine lebenslängliche
Arbeitszeiterhöhung für alle neu eintretenden LehrerInnen bei
gleicher Lebensverdienstsumme (die Erhöhung der Einstiegsgehälter
wird mit den geringeren Endbezügen finanziert) wird von den
KollegInnen Greiner, Landau und Schrodt zu Recht zurückgewiesen, weil
vermittelt wird, dass LehrerInnen zu wenig arbeiten.

Für die Unabhängigen GewerkschafterInnen sind Fragen der
Entlohnung, der Wochenarbeitszeit und der Arbeitsbedingungen
wesentlich. Die von ihnen vertretenen ArbeitnehmerInnen an den
Schulen sind wesentlich für das Gelingen der anstehenden Schulreform,
die jedem Kind, unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht und
Religion, die bestmögliche Bildung sichert und auf angstbesetzte und
lernbehindernde Selektionsverfahren im Volksschulbereich verzichtet.

Ebenso wesentlich ist die Stärkung der Eigenständigkeit aller
Schulen (bei kleineren Schulen Zusammenschluss zu eigenständigen
Schulverbunden), denen der Bund ausreichende Ressourcen und das
künftig gleichwertig auf Universitätsniveau ausgebildete pädagogische
Personal zur Verfügung stellt und dieses entsprechend dieser
Ausbildung und der Bedeutung der LehrerInnenarbeit auf allen
Schulstufen "vollakademisch" bezahlt. Auch hier unterstützt die
ÖLI-UG die Grußbotschaft der "LehrerInnen für das
Bildungsvolksbegehren", das die landes-parteipolitische
Klientelpolitik mit der Bundeszuständigkeit für alle LehrerInnen und
einem gemeinsamen LehrerInnendienstrecht beenden will.

Eigenständigkeit der Schulen braucht aber mehr als Abschaffung von
Bezirksschulräten und mehr Verwaltungspersonal am Standort: Was die
Unabhängigen Gewerkschafterinnen vom neuen Dienstrecht fordern, ist
die Einbindung der Schulleitung in ein der Schule verantwortliches
und an der Schule gewähltes Leitungsteam.

Der Standard berichtet, dass einer der Vorsitzendenstellvertreter
in der LandeslehrerInnengewerkschaft der APS, Kollege Bulant von der
sozialdemokratischen Fraktion, die Anliegen des
Bildungsvolksbegehrens durch Unterstützung der Grußbotschaft zum
Ausdruck bringen wird. Wir Unabhängigen Gewerkschafterinnen freuen
uns über diese offensive Haltung, die sich vom von der GÖD
praktizierten Warten auf Regierungsentwürfe zum Dienstrecht abhebt.

Die von APS-, AHS-, BMHS- und BerufsschullehrerInnen der ÖLI-UG im
Herbst 2010 erarbeiteten Vorschläge für ein neues Dienst- und
Besoldungsrecht sind unter www.oeli-ug.at/Dienstrecht.pdf abrufbar,
zur Petitionsunterzeichnung der "LehrerInnen für das
Bildungsvolksbegehren" führt der Link www.bildungsrecht.at

Glück auf für die in den nächsten Wochen beginnenden
Dienstrechtsverhandlungen!

Die VertreterInnen der ÖLI-UG in der ARGE LehrerInnen der GÖD,

Josef Gary Fuchsbauer (BMHS),
Barbara Gessmann-Wetzinger, Wilfried Mayr (beide APS),
Reinhart Sellner (AHS)

Rückfragehinweis:
Josef Gary Fuchsbauer,
Koordinator der ÖLI-UG - Österreichische LehrerInneninitiative/ Unabhängige GewerkschafterInnen
Tel: 0680/212 43 58
Internet: www.oeli-ug.at
e-mail: [email protected]

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