• 02.05.2012, 10:48:55
  • /
  • OTS0084 OTW0084

Der Arlberg im "Universum"-Porträt

Am 3. Mai um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Mächtig türmen sich die Schneemassen auf den tief
verschneiten Hängen. An den steilen Graten hat der Wind bizarre
Schneewechten geformt und weiter unten tragen Latschen und Zirben
schwer an der glitzernden Pracht. Der Arlberg ist der Inbegriff
winterlicher Idylle - und die Wiege des alpinen Skilaufs. Doch das
berühmte Skigebiet, das Tirol und Vorarlberg verbindet, ist noch viel
mehr. "Ich hätte mir nie gedacht, dass es in einem so kleinen
touristisch genutzten Gebiet so viel unberührte Natur geben kann",
erzählt Regisseur Heinz Leger. Gemeinsam mit den Kameramännern Josef
Neuper, Harald Mittermüller und Otmar Penker hat er das Land rund um
den Patteriol in allen vier Jahreszeiten porträtiert. ORF 2 zeigt die
"Universum"-Dokumentation "Der Arlberg - Das verborgene Paradies" am
Donnerstag, dem 3. Mai 2012, um 21.05 Uhr.

Die Dokumentation, die als Koproduktion von ORF, epo-Film, Blue
Danube Media und gefördert von Land Vorarlberg und Cine Tirol
entstand, erzählt Geschichten, die weit ab der Pisten und Skirouten
spielen. Hier donnern im Hochwinter immer wieder Lawinen zu Tal, doch
sie bringen weder Zerstörung noch Tod. Im Gegenteil: Der Winter ist
die härteste Zeit für Steinböcke und Gämsen. Jetzt liegt das karge
Futter metertief unter Schnee begraben und nur dort, wo Lawinen die
Hänge vom Schnee befreien, finden die Tiere Nahrung. Die winterliche
Pracht ist aber nur eine Facette, das bekannte Gesicht des Arlbergs,
seine wahre Faszination liegt fast die Hälfte des Jahres unter Schnee
verborgen. Wenn der Winter die Täler aus seinem eisigen Griff
entlässt, zeigt das Gebiet seine wahre Schönheit. Jetzt bekommen die
Gämsen ihre Jungen und schon nach wenigen Stunden tollen die Kleinen
auf den steilen Hängen herum. Der "Gämsenkindergarten" ist eines der
faszinierendsten und amüsantesten Schauspiele, das die Berge zu
bieten haben.

Nach dem langen Winterschlaf sind jetzt auch wieder die Murmeltiere
unterwegs. Viele Monate haben sie in ihren Bauen verbracht und von
den Fettreserven gezehrt, jetzt steht ihnen der Sinn nur nach einem:
Fressen. Einer der Lieblingsplätze von Murmeltieren und Gämsen ist
das sogenannte "Steinerne Meer", das den Blick auf längst vergangene
Zeiten offenbart. Schwarze Spitzen im Fels, sogenannte Donnerkeile,
waren für die frühen Siedler Zeugen gewaltiger Blitzeinschläge und
für die gleich daneben liegenden mysteriösen Abdrücke gab es nur eine
Erklärung: "Hier hat der Teufel getanzt!" Die wissenschaftliche
Erklärung ist nicht ganz so spektakulär, aber nicht minder
fantastisch - diese Felsen waren vor 200 Millionen Jahren
Meeresboden. Donnerkeile sind die Überreste von Verwandten heutiger
Tintenfische - hier hat nicht der Teufel getanzt: Die Abdrücke sind
Reste eines versteinerten Muschelriffs. Wie in einem steinernen Buch
liegen hier Millionen Jahre Geschichte aufgeschlagen.

Seit 100 Jahren wird der Arlberg touristisch genutzt und doch gibt es
hier eine atemberaubende Orchideenflora, große Gruppen von Stein- und
Rotwild und eine nahezu unübersehbare Anzahl von Murmeltieren. Im
Winter sind weite Teile des Gebietes für Menschen unzugänglich und im
Sommer gehören den Erholungssuchenden die Wanderwege, den Tieren aber
der Rest der Landschaft. Es scheint also doch so etwas wie eine
friedliche Koexistenz von menschlich genutztem Raum und unberührter
Natur zu geben.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.

Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Karin Wögerer
Tel.: (01) 87878 - DW 12913
http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel