• 02.05.2012, 10:35:09
  • /
  • OTS0071 OTW0071

VBBI: Ausschuss zu Schul-Organisationsreform weitgehend einig

Nun müssen den Worten auch Taten folgen

Wien (OTS) - Die Bevollmächtigten des Bildungsvolksbegehrens, Dr.
Hannes Androsch, Univ. Prof. Bernd Schilcher, Dr. Veit Sorger, Rektor
a.d. Univ. Prof. Hans Sünkel und Dr. Gundi Wentner, sind erfreut,
dass in den bisherigen Ausschusssitzungen des "Besonderen Ausschuss
zur Vorbehandlung des Bildungsvolksbegehrens" in vielen Bereichen
zwischen allen fünf Parlamentsparteien Einigkeit herrscht. Sie
drängen jedoch geschlossen darauf, dass den Worten auch Taten folgen.

"Die bisherigen Wortmeldungen im Ausschuss haben gezeigt, in wie
vielen Bereichen der Schulpolitik bei den Bundespolitikerinnen und
-politikern Übereinstimmung herrscht", so die Bevollmächtigten
unisono, und weiter: "Daher schafft der bisherige Verlauf des
Ausschusses Zuversicht, dass die Abgeordneten des Hohen Hauses -
allen voran die Bildungssprecher der Fraktionen - diese Chance nutzen
und Veränderungen mutig angehen."

Hannes Androsch, Initiator des Bildungsvolksbegehrens, bringt die
Hoffnungen aller UnterstützerInnen des VBBI auf den Punkt:
"Bildungspolitik darf nicht die Interessen einiger weniger
Länderzentralisten und ewiger Blockierer vertreten, sondern sollte
ganz klar die Kinder und die Qualität am Bildungsstandort als
Priorität haben. Entsprechende Gesetzesinitiativen können noch vor
dem Sommer in das Plenum des Parlaments eingebracht werden."

Dabei sind vor allem folgende Eckpfeiler wesentlich:

- Aufwertung der Elementarpädagogik, denn die Kindergärten sind 
   keine 'Kindergarderoben', sondern wichtige pädagogische 
   Einrichtungen
 - Ganztägige Schulformen, in denen die Trennung der Kinder nach 
   ihren Interessen und Begabungen erstmals am Ende der Schulpflicht 
   erfolgt
 - Einheitliche Kompetenz für alle Bildungseinrichtungen - inkl. 
   Personal- und Finanzhoheit - beim Bund 
 - Die ersatzlose Streichung des Art.81a Abs.3 lit a B-VG (
   Schulproporz)
 - Ein Ende der allgemeinen, chronischen Unterdotierung der 
   Universitäten
 - Eine gemeinsame Ausbildung aller PädagogInnen und damit verbunden 
   ein Ende der Kompetenzstreitigkeiten zwischen Universitäten und 
   Pädagogischen Hochschulen bei der PädagogInnenausbildung

"Das gemeinsame Anliegen aller, das Bildungsniveau in Österreich
zu erhöhen und dabei den Anschluss an die internationalen
Entwicklungen im Bildungsbereich zu schaffen, ist die große Chance,
die sich durch das Bildungsvolksbegehren ergeben hat. Es wäre ein
politischer wie gesellschaftlicher Fehler, dieses einmalige 'Window
of opportunity' ungenutzt verstreichen zu lassen. Diejenigen, die
anstatt in Bildung zu investieren parteipolitisches Klienteldenken im
Vordergrund haben, werden bei den nächsten Wahlen mit Sicherheit
abgestraft. Wir brauchen einen parteienübergreifenden Schulterschluss
und eine österreichweite Kraftanstrengung für ein wettbewerbsfähiges
und sozial gerechtes Österreich", so Androsch abschließend.

Es geht um die Zukunft unserer Kinder!

Rückfragehinweis:
Volksbegehren Bildungsinitiative
Mag. Georg Koenne, Pressereferent
Tel.: 01/3100740-24
Fax: 01/3100740-40
mailto:[email protected]
W: www.nichtsitzenbleiben.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BFZ

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel