• 01.05.2012, 11:32:09
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1. Mai - BZÖ-Bucher für Ausweitung der Sonntagsöffnung und gegen Arbeitszeitverkürzung

Arbeit muss sich lohnen - BZÖ verlangt Steuersenkung

Wien (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher sprach sich am
heutigen 1. Mai im Rahmen einer Pressekonferenz für eine Ausweitung
der Sonntagsöffnung und gegen den Vorschlag der Gewerkschaft, die
Arbeitszeit generell auf 38,5 Stunden zu verkürzen, aus. "Eine
Millionen Österreicher arbeiten teilweise, 680.000 regelmäßig etwa im
Gesundheitswesen oder im Tourismus an Sonn- und Feiertagen. Die
Arbeitswelt hat sich verändert. Die Menschen wollen sich etwas
leisten können und beruflich und einkommensmäßig weiterkommen. Daher
braucht es in Österreich auch eine Steuersenkung, denn Arbeit muss
sich wieder lohnen", so Bucher, der in diesem Zusammenhang von der
rot-schwarzen Bundesregierung die Einführung des fairen und einfachen
Flat-Tax-Modells mit niedrigen Steuern sowie eine Senkung der
Lohnnebenkosten forderte.

Konkret will Bucher eine Ausweitung der Öffnungszeiten von Montag bis
Samstag auf 6.00 bis 22.00 Uhr, das sind künftig 96 Stunden, statt
der bisherigen 72 Stunden Öffnungsmöglichkeit. Am Sonntag sollen in
ganz Österreich alle Geschäfte einmal pro Monat aufsperren dürfen. In
den Tourismusgebieten und städtischen Kernzonen sollen an Sonn- und
Feiertagen die Geschäfte von 9 bis 22 Uhr offen halten können, ohne
Einschränkung bei den Produkten. Als Ausgleich für die Arbeitnehmer,
die an Sonn- und Feiertagen auf freiwilliger Basis arbeiten, verlangt
Bucher die gesetzliche Festschreibung eines hundertprozentigen
Sonntagszuschlages und an Feiertagen 100 Prozent Lohnzuschlag und
hundert Prozent Zeitausgleich. "Insbesondere Wien verliert aufgrund
der Einschränkungen bei den Öffnungszeiten als Weltstadt derzeit
massiv an Attraktivität im Vergleich zu anderen Städten", erklärte
der BZÖ-Chef.

Bucher verwies weiters auf das derzeitige Öffnungszeiten-Wirrwarr und
einige kuriose Regelungen. "Beispielsweise hat die Kirche dort, wo
sie etwas verdient, keine Probleme mit der Sonntagsöffnung, obwohl
sie sich sonst strikt dagegen ausspricht. Denn etwa in den
Wallfahrtsorten, im Bereich von Firmungsstandorten oder bei
Kirchenfesten dürfen im Rahmen der derzeitigen Regelung sämtliche
Artikel bis hin zu Gold- und Silberwaren verkauft werden."

"Die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten dient dazu, die
Wettbewerbsfähigkeit des Landes sowie den Wirtschaftsstandort zu
stärken, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Wohlstand zu sichern
beziehungsweise auszubauen", sagte Bucher.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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