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OTS0020   1. Mai 2012, 10:09

Industrie: Arbeit am "Tag der Leistung" neu denken

IV-GS Neumayer: Österreichs Erfolg gemeinsame Leistung von Mitarbeitern mit Unternehmern und Managern - Arbeit flexibler gestalten, Arbeitszeitverkürzung abzulehnen


"Die Erfolge der österreichischen Industrie im globalen Wettbewerb wären ohne enorme Leistungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit exzellenten Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Managerinnen und Managern undenkbar", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, anlässlich des 1. Mai heute, Dienstag. "Tag der Leistung" wäre daher wohl eher eine angebrachte Bezeichnung für den heutigen 1. Mai als das rückwärtsgerichtete, vergangenen Zeiten huldigende "Tag der Arbeit", so Neumayer weiter. "Wer heute Beschäftigung sichern und Arbeitsplätze schaffen will, der braucht mehr Flexibilität für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und neue Arbeitskonzepte, nicht Zugänge aus dem vorvorigen Jahrhundert. Daher setzen wir uns für eine Arbeitszeitflexibilisierung in den Kollektivverträgen und etwa die Abschaffung von Frühpensionsprivilegien wie der 'Hacklerregelung' ein", sagte der IV-Generalsekretär.

Mit Forderungen wie jener nach einer Arbeitszeitverkürzung bewege sich die Gewerkschaft im Moment jedoch in Richtung Vergangenheit. "Die Milchmädchenrechnung, dass um das verkürzte Volumen an Arbeitszeit entsprechend zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden können, ist durch das Negativbeispiel Frankreich widerlegt", so Neumayer. Eine Verkürzung wäre ein unverantwortlicher Irrweg, der Arbeitsplätze vernichten und den Wohlstand der Österreicherinnen und Österreicher reduzieren würde. "Nachteile durch die Gewerkschaftsforderung hätten vor allem unqualifizierte bzw. gering qualifizierte Beschäftigte, die aufgrund der hohen Arbeitskosten ihre Beschäftigung verlieren würden", warnt Neumayer.

Um den Industrie- und Arbeitsstandort zu stärken und neue Jobs zu schaffen, bedürfe es vielmehr einer Arbeitszusatzkostensenkung sowie weiterer Strukturreformen, insbesondere in den Bereichen Pensionen, Gesundheit, Verwaltung und Bildung. "Das Festhalten an alten Modellen und vermeintlich wohlerworbenen Rechten bringt Österreich nicht weiter", so Neumayer. "Wir in der Industrie sind es gewohnt nach vorne zu blicken und neue Chancen für alle zu nutzen. Daher wollen wir heute all jene Österreicherinnen und Österreicher feiern, die etwas leisten und erreichen wollen", so Neumayer abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0020 2012-05-01 10:09 011009 Mai 12 NPI0001 0320



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