• 29.04.2012, 13:02:38
  • /
  • OTS0038 OTW0038

Bures - ORF-Pressestunde (1): Staatshaushalt sanieren, gleichzeitig in Wachstum und Beschäftigung investieren

ÖBB baut Schienennetz aus, investiert in Züge, Bahnhöfe, Infrastruktur

Wien (OTS/SK) - Gerade in Zeiten der Budgetkonsolidierung muss
auch intensiv und klug in Wachstum und Beschäftigung investiert
werden. Besonders Investitionen in die Bahn und deren Infrastruktur
schaffen Werte für zukünftige Generationen und tausende Arbeitsplätze
bereits heute, legte Infrastrukturministerin Doris Bures heute
Sonntag in der ORF-"Pressestunde" dar. Bures verteidigte den Ausbau
der Schienen-Korridore "für eine leistungsfähige Bahn und mehr
Kapazitäten für den zukünftigen Transport und für zukünftige Gewinne
der ÖBB". ****

"Bis 2025 wird sich der Güterverkehr laut Prognosen um 25 Prozent
erhöhen. Nun geht es darum, den Verkehr zu organisieren", kündigte
Bures an. Deswegen werde es weiterhin starke Investitionen in die
Bahn und ihre Infrastruktur geben. Jährlich würden etwa rund 250
Millionen in moderne Züge investiert. "Seit 2008 geht jedes Monat ein
neuer Railjet auf Schiene", freute sich Bures. Daneben sei aber auch
der Ausbau der internationalen Schienenkorridore nicht zu
vernachlässigen. Bei der Schieneninfrastruktur würde sich zwar kein
Tunnel weltweit finanziell rechnen, sehr wohl aber
volkswirtschaftlich. "Österreich hat heute die geringste
Arbeitslosigkeit in Europa", so Bures. Man müsse jetzt investieren
und Bauaufträge geben und damit Arbeitsplätze schaffen.

Zur Finanzierung der Investitionen in die Tunnelbauprojekte
Semmering-Basistunnel, Koralm-Tunnel und Brenner-Basistunnel erklärte
Bures, dass in diese lediglich ein Viertel der Investitionen seitens
der ÖBB fließen. Drei Viertel der Investitionen würden auf die
Bereiche Bahnhöfe, Verbesserung des Bestandes, Schienen oder die
Beseitigung von Langsamstrecken fallen. 100 Bahnhöfe seien in das
Sanierungsprogramm einbezogen worden. Aber auch in der EU schlage
aktuell die Kommission vor, dass die Investitionen in die
Schieneninfrastruktur fast dreifach erhöht werden. Und es seien nun
rund 40 Prozent Ko-Finanzierung der EU im Gespräch. "Die Verlagerung
des Transportes auf die Schiene soll ein Hauptanliegen sein. Und in
der EU wurde mittlerweile erkannt, dass man nur mit Sparen Europa
nicht retten kann", so Bures.

Zum Koralmtunnel merkte Bures an, dass dieser nur Sinn im Zuge des
Baues des Semmering-Basistunnels mache. In Folge könne die
baltisch-adriatische Schienenachse als Verkehrskorridor und Teil des
kontinentalen Schienennetzes fungieren. Beim Thema
Brenner-Basistunnel, welcher der längste Eisenbahntunnel der Welt
sei, ist man zuversichtlich, dass die EU ihre Ko-Finanzierung weiter
aufstocke. Weiters erinnerte Bures auch an den Ausbau der großen
österreichischen Güter-Terminals Wien, Wels, Wörgl werden gerade
ausgebaut. "Wir haben in Österreich den höchsten Anteil an
Güterverkehr von allen EU-Mitgliedstaaten", so Bures. Ein Drittel der
Güter wird auf der Schiene transportiert, in Deutschland liegt dieser
Wert bei neun Prozent, im EU-Durchschnitt bei 15 Prozent. (Schluss)
gd/mo

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel