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Kulturministerin Schmied über die Bedeutung von Filmfestivals, europäische Herausforderungen und Chancen beim Film

Kulturministerin Schmied bei Filmfestival CROSSING EUROPE in Linz

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Verleihung des 'CROSSING
EUROPE Award European Competition 2012' in Linz betonte Kulturministerin Dr. Claudia Schmied die Bedeutung von Filmfestivals: "Festivals erfüllen weit mehr als das reine Projizieren von Filmen: sie erreichen neue Publikumsschichten, leisten oft ausgezeichnete Vermittlungsarbeit und bereichern den Ort und die Region in denen sie stattfinden maßgeblich."

Zum österreichischen Film und der europäischen Dimension sagte die Ministerin weiter: "Der anhaltende Erfolg des österreichischen Films beweist nachdrücklich die Qualität des heimischen Filmschaffens. Wenn wir uns vergegenwärtigen, mit welchen Herausforderungen FilmemacherInnen im europäischen Markt konfrontiert sind, wird deutlich, dass ein Film nicht nur qualitativ außerordentlich gut sein muss, sondern auch gezielt und überlegt am europäischen Markt platziert werden muss, um bestehen zu können. Während Hollywood um die 700 Filme pro Jahr produziert, entstehen in Europa rund 1.000 Filme. Daher ist es im Bereich der Förderpolitik wesentlich, sowohl die nationalen als auch die europäischen Mittel optimal zu nutzen. Dies ist uns in den vergangenen Jahren durch aktive Teilnahme an europäischen Fördersystemen und Ko-Produktionsabkommen mit unseren wichtigsten Partner-Ländern gelungen, so wurde beispielsweise im letzten Jahr ein trilaterales Filmabkommen mit Deutschland und der Schweiz abgeschlossen, die sprachbedingt unsere wichtigsten Ko-Produktionspartner darstellen. Aktuell entstehen vier Filme auf Basis dieses Abkommens."

"Derzeit verhandeln wir ein ab 2014 geltendes EU Förderprogramm, Creative Europe, das unter anderem ein neues Finanzierungsinstrument vorsieht, das Bankenfinanzierungen für die Kreativwirtschaft erleichtern soll und damit den Kreativsektor mit seinem großen innovativen Potenzial zu einem wichtigen Player im gesamtwirtschaftlichen Gefüge machen kann. Eine Studie im Auftrag des BMUKK zeigt, dass Österreich in den vergangenen vier Jahren EU-Strukturförderungen in Höhe von 78,8 Mio Euro für Kultur in Österreich im Rahmen der EU-Regionalpolitik lukrieren konnte. Jetzt ist es wichtig, dass wir uns dafür einzusetzen, Kunst und Kultur auch in den künftigen EU Programmen gut zu verankern, um dem Kreativsektor und den Kunstschaffenden die Bedeutung zu verleihen, die sie für Österreich, für Europa haben. Dabei wäre von Seiten der Bundesländer darauf z achten, dass zum Beispiel Regionalkinos in den Förderprogrammen berücksichtigt werden", so Kulturministerin Schmied abschließend im Rahmen ihrer Rede beim Filmfestival CROSSING EUROPE in Linz.

Das BMUKK fördert das Österreichische Filmschaffen mit insgesamt rund Euro 22,6 Mio jährlich. Dies umfasst die Finanzierung des Österreichischen Filminstituts, des Innovativen Film und die Förderung zahlreicher weiterer Initiativen, Festivals, Preise und Vermittlungsmaßnahmen unterstützt. Details zu den einzelnen Förderprogrammen sind im jährlichen Kunstbericht des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur abrufbar (http://www.bmukk.gv.at/kunst/bm/kunstberichte.xml).

Bilder der Verleihung bietet das Filmfestival CROSSING EUROPE
unter http://www.crossingeurope.at/ an.

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