OTS0086   28. Apr. 2012, 22:30

Kulturministerin Schmied über die Bedeutung von Filmfestivals, europäische Herausforderungen und Chancen beim Film

Kulturministerin Schmied bei Filmfestival CROSSING EUROPE in Linz


Anlässlich der heutigen Verleihung des 'CROSSING
EUROPE Award European Competition 2012' in Linz betonte
Kulturministerin Dr. Claudia Schmied die Bedeutung von Filmfestivals:
"Festivals erfüllen weit mehr als das reine Projizieren von Filmen:
sie erreichen neue Publikumsschichten, leisten oft ausgezeichnete
Vermittlungsarbeit und bereichern den Ort und die Region in denen sie
stattfinden maßgeblich."

Zum österreichischen Film und der europäischen Dimension sagte die
Ministerin weiter: "Der anhaltende Erfolg des österreichischen Films
beweist nachdrücklich die Qualität des heimischen Filmschaffens. Wenn
wir uns vergegenwärtigen, mit welchen Herausforderungen
FilmemacherInnen im europäischen Markt konfrontiert sind, wird
deutlich, dass ein Film nicht nur qualitativ außerordentlich gut sein
muss, sondern auch gezielt und überlegt am europäischen Markt
platziert werden muss, um bestehen zu können. Während Hollywood um
die 700 Filme pro Jahr produziert, entstehen in Europa rund 1.000
Filme. Daher ist es im Bereich der Förderpolitik wesentlich, sowohl
die nationalen als auch die europäischen Mittel optimal zu nutzen.
Dies ist uns in den vergangenen Jahren durch aktive Teilnahme an
europäischen Fördersystemen und Ko-Produktionsabkommen mit unseren
wichtigsten Partner-Ländern gelungen, so wurde beispielsweise im
letzten Jahr ein trilaterales Filmabkommen mit Deutschland und der
Schweiz abgeschlossen, die sprachbedingt unsere wichtigsten
Ko-Produktionspartner darstellen. Aktuell entstehen vier Filme auf
Basis dieses Abkommens."

"Derzeit verhandeln wir ein ab 2014 geltendes EU Förderprogramm,
Creative Europe, das unter anderem ein neues Finanzierungsinstrument
vorsieht, das Bankenfinanzierungen für die Kreativwirtschaft
erleichtern soll und damit den Kreativsektor mit seinem großen
innovativen Potenzial zu einem wichtigen Player im
gesamtwirtschaftlichen Gefüge machen kann. Eine Studie im Auftrag des
BMUKK zeigt, dass Österreich in den vergangenen vier Jahren
EU-Strukturförderungen in Höhe von 78,8 Mio Euro für Kultur in
Österreich im Rahmen der EU-Regionalpolitik lukrieren konnte. Jetzt
ist es wichtig, dass wir uns dafür einzusetzen, Kunst und Kultur auch
in den künftigen EU Programmen gut zu verankern, um dem Kreativsektor
und den Kunstschaffenden die Bedeutung zu verleihen, die sie für
Österreich, für Europa haben. Dabei wäre von Seiten der Bundesländer
darauf z achten, dass zum Beispiel Regionalkinos in den
Förderprogrammen berücksichtigt werden", so Kulturministerin Schmied
abschließend im Rahmen ihrer Rede beim Filmfestival CROSSING EUROPE
in Linz.

Das BMUKK fördert das Österreichische Filmschaffen mit insgesamt
rund Euro 22,6 Mio jährlich. Dies umfasst die Finanzierung des
Österreichischen Filminstituts, des Innovativen Film und die
Förderung zahlreicher weiterer Initiativen, Festivals, Preise und
Vermittlungsmaßnahmen unterstützt. Details zu den einzelnen
Förderprogrammen sind im jährlichen Kunstbericht des
Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur abrufbar
(http://www.bmukk.gv.at/kunst/bm/kunstberichte.xml).

Bilder der Verleihung bietet das Filmfestival CROSSING EUROPE
unter http://www.crossingeurope.at/ an.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0086 2012-04-28 22:30 282230 Apr 12 MUK0001 0451



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Mag. (FH) Julia Flunger-Schulz
Pressesprecherin
Tel.: +43 1 53120 5030
julia.flunger-schulz@bmukk.gv.at
http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/index.xml

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