- 28.04.2012, 12:14:17
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Wiener SPÖ-Landesparteitag 5 - Häupl: Menschen zusammenführen und Ängste nehmen!
Wien (OTS/SPW) - "Gebt uns das Mietrecht zurück und wenn ihr schon
dabei seid, gebt uns die Hausmeister auch wieder!", forderte der
Wiener SPÖ-Landesvorsitzende, Bürgermeister Michael Häupl am Wiener
SPÖ-Landesparteitag. Er sprach dabei die "zweite Hälfte des
Wohnbaus", den privaten Bereich, an. Denn das "Wohnen" sei auch Teil
der sozialen Frage. "Die Wiener leben im Vergleich gut!", stellte er
klar und nannte dabei den Mieterschutz, die Miethöhen im sozialen
Wiener Wohnbau, die Investitionen in die Altbausanierung und auch die
Neubauleistung in der Stadt. Es seien wichtige und gute Schritte
gesetzt worden, "auch mit Phantasie". Dank der Strategie, mehr
Angebote zu schaffen, steigen auch die Mietpreise nicht zu hoch. Und
das Mietpreisniveau sei von allen Millionenstädten, auch denen im
Osten, das billigste. Häupl warnte vor den eigentlichen Plänen der
FPÖ, die mit Unterstützung der ÖVP die Privatisierung der
Gemeindebauten will. "Und Strache will deshalb Bürgermeister werden,
damit er seine langsam leer werdenden Parteikassen neu füllen kann!",
so Häupl.****
"Respekt und Rücksichtnahme" - diese zwei "altmodischen" Wörter
habe die Wiener SPÖ in den öffentlichen Diskurs rund ums
Zusammenleben eingeführt. Dabei gehe es immer um Wechselseitigkeit -
um Rechte und Pflichten für alle und zwar für alle gleich. Wichtig
sei das miteinander Kommunizieren, denn "durchs Reden kommen d'Leut
zsamm". Die Sprache dafür sei in Wien Deutsch. Und: "Wir wollen durch
ein entsprechendes Angebot dafür sorgen, dass möglichst viele
Menschen die Sprache in der Stadt, in der sie leben, beherrschen!"
Das sei auch "im krassen Gegensatz zu denen, die gar nicht reden
wollen mit einem nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung, die
verhindern wollen, dass Leute miteinander reden, Hassperlen da
hineinstreuen und aufeinander hetzen wollen". Häupl: "Wir wollen die
Menschen zusammenführen und ihnen die Ängste nehmen!"
Menschen machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder und ihrer
Enkel, Sorgen um ihr Geld. Sie haben kleine Sorgen, große Sorgen, gab
Häupl zu bedenken. "Unsere wichtigste Aufgabe ist es, Ängste zu
nehmen. Denn viele haben Angst aus Unwissenheit." Dazu bedürfe es
auch einer klaren Sprache, um sich Gehör zu verschaffen. Und es gehe
darum, Gespräche auch aktiv zu suchen - in den Gemeindebauten, auf
den Fußballplätzen und generell im Freizeitbereich. "Wir sind für
diese Menschen da!" Und klar sei auch: "Ängstliche Menschen wählen
Populisten, die ihnen nach dem Mund reden." Es gelte nun die Zeit bis
zur Nationalratswahl zu nutzen. "Mehr Solidarität wagen!", so Häupl
in Anlehnung an Bruno Kreisky.
Es werde bereits jetzt besonders viel getan. So laufe mit der
Wiener Charta ein großer Dialog-Prozess. Es gelang, die "Wir sind
mehr"-Plattform erfolgreich zu etablieren. Häupl informierte, dass
dabei mehr als die Hälfte der Gruppen nicht unmittelbar aus der
Partei kämen. Zusätzlich zum "normalen Parteileben" starte die Wiener
SPÖ außerdem demnächst eine Stammtisch-Tour. Es gelte eine "Bewegung
gegen Angst und Unzufriedenheit" aufzubauen. "Nehmen wir uns die
Zeit, die uns hier noch bleibt, um unsere Botschaft und unsere Werte,
all das, was wir uns erarbeitet haben, an die Menschen zu bringen!",
rief Häupl auf. Denn dann habe er keine Sorge, dass sich die Menschen
für das Gute entscheiden. "Und wir sind die Guten! Freundschaft!",
schloss er. (Forts.) ah
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
mailto:[email protected]
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