• 28.04.2012, 08:00:31
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"profil": An Kampagne für faire Abgeltung künstlerischer Leistungen arbeiten alle Künstler unwissentlich zum Nulltarif mit

Nur PR-Agentur verdiente an Spots

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, treibt das Tauziehen um ein der
digitalen Ära angepasstes Urheberrecht seltsame Blüten. Sieben
österreichische Verwertungsgesellschaften starteten im Herbst
vergangenen Jahres unter dem Titel "Kunst hat Recht" eine Kampagne
gegen die bedenkenlose Nutzung und Gratisverbreitung von Kunst: Drei
von Sabine Derflinger, Michael Kreihsl und Harald Sicheritz sehr
polemisch inszenierte Werbespots führen vor Augen, wie es in einer
Gesellschaft aussehen kann, die Kunst als ihr Privateigentum
betrachtet.

Die Wiener PR-Agentur The Skills Group ließ sich die Abwicklung
der Initiative "Kunst hat Recht" mit einem sechsstelligen Euro-Betrag
abgelten - nur die beteiligten KünstlerInnen arbeiteten zum
Nulltarif.

Das Jahresbudget für die bereits 2011 begonnene KHR-Kampagne liege
"zwischen 100.000 und 190.000 Euro", meint Ursula Sedlaczek vage, die
als Austro Mechana-Direktorin "Kunst hat Recht" abwickelt: "Wir
bewegen uns aber eher am unteren Rand", denn alle Beteiligten
brächten "möglichst viele Eigenleistungen ein".Zur Benefizleistung
aller beteiligten Regie-, Musik- und Schauspielkräfte in den Spots
meint Sedlaczek gegenüber "profil" nur: "Hätten wir gute Gagen
bezahlt, würde uns das vorgeworfen werden. Was immer wir gemacht
hätten: Angriffe hätte es auf jeden Fall gegeben."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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