• 27.04.2012, 11:42:31
  • /
  • OTS0167 OTW0167

Volkshilfe Präsident Weidenholzer: "Von Arbeit muss man leben können"

Arbeitslosigkeit bekämpfen und existenzsichernde Beschäftigungsverhältnisse schaffen

Wien (OTS) - "Arbeitsmarktstrukturen sind von Menschen gemacht und
daher von ihnen beeinflussbar. Sie sollen den Menschen dienen und
nicht umgekehrt", sagt Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer, Präsident
der Volkshilfe Österreich, anlässlich des Tags der Arbeitslosen am
30. Mai. "Unser Arbeitsmarkt wandelt sich. Ein Blick auf die
Arbeitsmarktdaten zeigt, dass unsichere, arbeits- und sozialrechtlich
mangelhaft abgesicherte Beschäftigungsverhältnisse zunehmen."

Als bedenklich hebt Weidenholzer hervor, dass das Phänomen
"Working Poor" um sich greift. Auch der heute von der Arbeiterkammer
präsentierte Arbeitsklima Index zeigt: Mehr als 60 Prozent der
Beschäftigten kommen mit dem Einkommen kaum oder nicht aus.

"Beschäftigungsverhältnisse müssen im reichen Land Österreich
existenzsichernd sein", fordert Weidenholzer. "Ein existenzsicherndes
Einkommen ist die Voraussetzung für die Vermeidung von Armut im
aktiven Erwerbsleben und in der Pension. Wir müssen auf die
veränderten Bedürfnisse und Möglichkeiten nicht nur reagieren,
sondern proaktiv und im Sinne nachhaltiger Entwicklung agieren."

Aktive Arbeitsmarktpolitik - Armut bekämpfen

Der Volkshilfe Präsident fordert vor allem den Ausbau spezifischer
arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen: Sozialökonomische oder integrative
Betriebe sowie individuelle Betreuung und Erstellung von
Weiterbildungsplänen für arbeitslose Personen müssen gefördert
werden. Für Menschen, für die bestehende Beschäftigungsprojekte zu
hochschwellig sind, braucht es ergänzende Angebote. Auch Menschen,
die nur eingeschränkt arbeitsfähig sind, brauchen dauerhafte und
stabile Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Volkshilfe setzt sich mit
zahlreichen unterschiedlichen arbeitsmarktpolitischen Projekten für
mehr Chancengleichheit am Arbeitsmarkt ein.

"Eine ausreichende Dotierung ist bei allen arbeitsmarktpolitischen
Maßnahmen ausschlaggebend. Nur so kann eine mehrjährige
Planungssicherheit für die Arbeitsmarkpolitik und
arbeitsmarktpolitische Projekte garantiert werden", sagt
Weidenholzer. "Armut zu vermeiden ist volkswirtschaftlich günstiger,
als Armut erst zuzulassen und dann mit punktuellen Pflastern auf die
größten Wunden zu bekämpfen."

"Nur ein Arbeitsmarkt, der Chancengleichheit bietet, gewährleistet
dauerhaft soziale und finanzielle Sicherheit. Im Zentrum der gesamten
arbeitsmarktpolitischen Bestrebungen müssen immer der Mensch und
seine Bedürfnisse stehen", sagt Weidenholzer abschließend.

Rückfragehinweis:
Volkshilfe Österreich
Mag. (FH) Margit Kubala
Tel.: +43 (0) 676 83 402 214
mailto:[email protected]
www.volkshilfe.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VHO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel