- 27.04.2012, 10:56:17
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FFG: Forschungsleistung der Wirtschaft muss gestärkt werden
Entwicklung der F&E-Quote erfreulich, Anteil der Forschungsausgaben der Unternehmen wächst jedoch wenig dynamisch
Wien (OTS) - Die Freude über die Entwicklung der Forschungsquote,
die kürzlich von der Statistik Austria veröffentlicht wurde, hält
sich in der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG
eher in Grenzen. "Prinzipiell stimmt der Aufwärtstrend und diesen
begrüßen wir. Jedoch zeigt die aktuelle Globalschätzung auch, dass
die Forschungsleistung der Wirtschaft weniger wächst, als jene der
öffentlichen Hand", so die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und
Klaus Pseiner am Freitag.
Derzeit stehen laut Globalschätzung öffentlicher zu
privatwirtschaftlichen Anteil im Verhältnis 40 zu 60. "Das ist ein
eindeutiges Indiz dafür, dass jetzt verstärkt Anreize für die
forschende Wirtschaft gegeben werden müssen", so die
FFG-Geschäftsführer, wolle Österreich den in der Forschungsstrategie
Budgetpfad (F&E-Quote bis zum Jahr 2020 auf 3,76 % Anteil BIP)
erreichen und gleichzeitig die privatwirtschaftlichen
Finanzierungsanteils auf ein Verhältnis von 33 zu 67 erhöhen.
Anreize richtig setzen
In Zeiten von Sparpaketen und Budgetkonsolidierung müssten
Investitionen noch strategischer und exakter überlegt werden, als
noch in Jahren zuvor. Es sei die Frage zu stellen, welche Förderungen
den besten Output erwarten ließen, und welche auch tatsächlich eine
entsprechende Hebelwirkung auf zusätzliche privatwirtschaftliche
F&E-Ausgaben bewirken würden. "Das ist bei den Förderungen der FFG
belegt und der Fall", verdeutlicht Klaus Pseiner. "FFG-Förderungen
sind ein etabliertes PPP-Modell in Österreich. Im Schnitt beteiligt
sich und investiert die FFG zum Beispiel über die Basisprogramme rund
25 Prozent in Forschungsprojekte, und die Unternehmen stemmen dafür
aus eigener Leistung den Löwenanteil von 75 Prozent.", erklärt
Henrietta Egerth wie FFG-Förderungen unter anderem wirken.
FFG schließt Lücke zwischen Unis und Unternehmen
Zudem stärke die FFG als größter Geldgeber in der kooperativen
Forschung (zum Beispiel über das Kompetenzzentrenprogramm COMET), die
für ein Hochtechnologieland wie Österreich so wichtigen Kooperationen
zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. "Hier möchten wir besonders die
Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen hervorheben", betont
die FFG-Geschäftsführung, "Denn Universitäten und Hochschulen sind
mittlerweile zu einer großen Zielgruppe in der FFG angewachsen und zu
'Stammkunden' geworden, die jährlich mehr als 100 Millionen Euro für
Forschungsprojekte bei der FFG abholen.", hieß es weiter.
"Planungssicherheit und der Wachstumspfad für Forschung und
Entwicklung sind sehr wichtig für das heimische Innovationssystem. Um
den Finanzierungsanteil der Wirtschaft zu heben, ist die Investition
über Förderinstrumente der FFG die richtige Maßnahme, die auch eine
entsprechende Hebelwirkung bewirkt", so die Geschäftsführer der FFG
Henrietta Egerth und Klaus Pseiner abschließend.
Rückfragehinweis:
Linde Tuscher Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH FFG Sensengasse 1, 1090 Wien Tel +43 (0)5 7755 - 6010 Mobil +43 (0)664 85 69 028 mailto:[email protected] www.ffg.at
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