• 26.04.2012, 19:58:16
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Die Keule kommt auf leisen Sohlen ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe 27. April 2012

Klagenfurt (OTS) - Dass die Gier um den maximalen Gewinn auf dem
Kollektiv ausgetragen wird, ist nichts Neues. Neu ist auch nicht,
dass diese Gier - nennen wir sie neoliberale Marktwirtschaft -
schleichend ein System zerstört: das System der Sozialstaatlichkeit.
Als Zwischenbilanz (besser: als Bilanz nahe dem Abgrund) sind daher
folgende Paradoxien festzuhalten:
1) Als vor 40 Jahren das österreichische Bruttoinlandsprodukt die
Hälfte von heute betrug, hatte jeder Jugendliche einen vollwertigen
Arbeitsplatz mit voller Versicherung. Dieser Tage ist Österreich
doppelt so reich, doch die atypische Beschäftigung legt zu - und
raubt den jungen Menschen jede Perspektive.
2) Je leistungstüchtiger die Menschen werden, desto brutaler schlägt
der Staat zu: Mehr Arbeit wird bestraft - mit Steuern und Abgaben,
die einem kinderlosen Single mehr als die Hälfte (51,8 %!) seines
Verdienstes kosten.
3) Woraus sich die ganz lapidare Conclusio ergibt: Die Krise ist
weniger ein Versagen des Einzelnen, als ein Versagen des Systems.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]

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