- 26.04.2012, 15:52:52
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Spindelegger: "Nukleares Wettrüsten in Asien stoppen"
Außenminister zu indischen und pakistanischen Raketentests - warnt vor Atomtest in Nordkorea
Wien (OTS) - Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger
zeigt sich tief besorgt über die jüngsten Tests von atomwaffenfähigen
Raketen in Indien und Pakistan. "Die Tests einer indischen
Langstreckenrakete vor einer Woche und einer Mittelstreckenrakete
durch Pakistan am Mittwoch sind beunruhigend und deuten auf eine
Verschärfung des Wettrüstens am Subkontinent hin". Indien hatte am
vergangenen Donnerstag eine Langstreckenrakete vom Typ Agni V mit
einer Reichweite von 5.000 Kilometern getestet, was von Pakistan mit
dem Test einer Mittelstreckenrakete vom Typ Hatf IV Shaheen-1A mit
einer Reichweite von bis zu 3.000 Kilometern beantwortet wurde.
"Ein fortgesetzter nuklearer Rüstungswettlauf am Subkontinent wäre
nicht nur eine Bedrohung für die Stabilität in Asien, sondern stellt
auch eine Gefährdung für den globalen Frieden dar. Der Einsatz von
Kernwaffen irgendwo in der Welt hätte weltweit katastrophale
Auswirkungen. Es ist schlichtweg unverantwortlich, dass das
Damoklesschwert der nuklearen Zerstörung immer noch über der
Menschheit schwebt. Die internationale Gemeinschaft muss im 21.
Jahrhundert in der Lage sein, die internationalen Beziehungen ohne
die permanente gegenseitige Existenzbedrohung zu regeln. Ein auf
nukleare Abschreckung gegründetes System kann langfristig nicht
stabil sein" betonte der Außenminister.
"Ich hoffe, dass Indien und Pakistan sich von der Spirale des
Wettrüstens abwenden und sich verstärkt sowohl bilateral als auch
global den nuklearen Abrüstungsbemühungen zuwenden. Die einzige
nachhaltige Lösung, der wachsenden Bedrohung durch Atomwaffen zu
begegnen, ist ihre völlige und globale Abschaffung. Österreich setzt
sich dafür in allen zur Verfügung stehenden Gremien ein", so
Spindelegger weiter, unter Hinweis auf die von 30. April bis 11. Mai
in Wien stattfindenden Konferenz des Atomwaffensperrvertrages. 190
Staaten sind dem Vertrag beigetreten, dem jedoch Indien und Pakistan
ebenso wie Israel nicht angehören.
Dazu kommt, dass sich zuletzt Gerüchte verdichteten, wonach in
nächster Zukunft mit einem 3. Atomtest Nordkoreas gerechnet werden
müsse. "So wird nicht mehr Sicherheit, sondern mehr Unsicherheit
geschaffen. Nordkorea muss das Spiel mit dem Feuer einstellen und
umgehend an den Verhandlungstisch zurückkehren", warnte der
Außenminister abschließend.
Rückfragehinweis:
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