- 26.04.2012, 14:34:53
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Pirklhuber: Boku soll alternative, nachhaltige Landwirtschaft möglich machen und nicht zerstören!
Grüne äußern Unverständnis für die Räumung des brachliegenden Versuchsgartens der Boku
Wien (OTS) - Anlässlich der Räumung des am 17. April besetzten,
brachliegenden Versuchsgartens der Uni für Bodenkultur (Boku) in
Jedlersdorf durch eine Private Sicherheitsfirma, erklärt Wolfgang
Pirklhuber, Landwirtschaftsprecher der Grünen: "Es ist für mich nicht
nachvollziehbar, weshalb die Boku das Potential dieser engagierten
Menschen nicht nutzen will und dieses Projekt einfach räumen lässt.
Gerade im Bereich der Landwirtschaft brauchen wir dringend
alternative Modelle. Die Boku sollte sich für mehr Forschung und
nicht für das Zerstören von solchen Projekten stark machen."
Dass die Boku diese Flächen an die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)
als Verwalterin des öffentlichen Gemeinguts zurückzugeben will, ist
für die Grünen eine fatale Fehlentscheidung. "Es wäre absurd, dieses
fruchtbare Land zu verbauen. In Österreich beträgt der tägliche
'Verbrauch' für Siedlungs- und Verkehrstätigkeit derzeit rund 15
Hektar. Damit geht permanent fruchtbares Land unwiederbringlich
verloren, denn die Versiegelung der Böden ist nur schwer rückgängig
zu machen. Aus diesem Grund teile ich die Beweggründe der
BesetzerInnen durchaus. Diesen Boden für die regionale
Selbstversorgung der Bevölkerung durch partizipative Modelle der
Landwirtschaft retten zu wollen, ist ein unterstützenswertes
Anliegen. Dass die Boku hier nicht auf Kommunikation, sondern auf die
Räumung durch eine Sicherheitsfirma gesetzt hat, ist eine sehr
bedauerliche Fehlentscheidung", so Pirklhuber
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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