• 26.04.2012, 13:10:35
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WKÖ-Gleitsmann: IHS-Studie belegt: Bessere Behandlungsqualität bei gleichzeitiger Kostendämpfung ist möglich!

Studie zeigt wesentliche Lösungsansätze für eine patientenorientierte Gesundheitsreform auf

Wien (OTS/PWK282) - "Die heute von der Vinzenz Gruppe
vorgelegte IHS-Studie ist eine wichtige Unterstützung für den
derzeitigen Prozess in Richtung Gesundheitsreform und untermauert
eine Forderung der Wirtschaft: Demnach ist es durchaus möglich,
enorme Einsparungspotentiale durch mehr Zusammenarbeit bei steigender
Behandlungsqualität in den Spitälern zu lukrieren. Wichtige
Ansatzpunkte sind eine verstärkte Zusammenarbeit von Spitälern, der
Pflege und den niedergelassenen Ärzten", so Martin Gleitsmann, Leiter
der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Dass es dringend notwendig ist, diese Einsparungspotenziale zu
heben, zeigen aktuelle Zahlen: Die laufenden öffentlichen
Gesundheitsausgaben in Österreich sind in den vergangenen zwei
Jahrzehnten mit durchschnittlich 5,5 Prozent jährlich deutlich
stärker als das BIP gewachsen.

Gleitsmann: "Wir brauchen im Gesundheitssystem mehr Kooperation
und vernetztes Denken anstelle der derzeitigen Insellösungen. Die
aktuellen Finanzierungs- und Bezahlsysteme sowie überbordende
Bürokratie regen nicht zur verstärkten Zusammenarbeit an."
Uneinheitliche Finanzierungsformen erschwerten länder- und
trägerübergreifende Kooperationen. Für die gleiche medizinische
Leistung gebe es je nach Bundesland um etwa 30 bis 50 Prozent weniger
für die privaten Betreiber an Mitteln der Sozialversicherung für
deren Versicherte als für Landesfonds-finanzierte öffentliche
Krankenanstalten. "Gleiches Entgelt für gleiche Leistung bleibt damit
eine wichtige Forderung der WKO", unterstreicht Gleitsmann.

Während in Deutschland und in den Niederlanden Anreize für mehr
integrierte Versorgung geschaffen werden, fehlen entsprechende neue
Versorgungsmodelle nach wie vor in Österreich. Wie die aktuelle
Studie zeigt, könnte man allein durch gestärkte Kooperation im
stationären Bereich 795 Mio. Euro einsparen.

"Unter den aktuellen Voraussetzungen ist auch der Wettbewerb im
Gesundheitssystem deutlich behindert. Dabei geht es nicht vorrangig
um einen Kostenwettbewerb, sondern um einen Wettbewerb um die beste
Qualität. Unser Anliegen ist es, dass der Staat den privaten
Anbietern Raum und Regelwerk bietet, ihr Know how zu entfalten. Dabei
sollen die Anbieter zum Zug kommen, die den Patienten eine
qualitätsgesicherte Leistung zum bestmöglichen Preis bereit stellen.
Der Staat sollte sich auf die Rolle des Regulators beschränken und
weitestgehend nicht als Anbieter von Leistungen auftreten." (PM)

Rückfragehinweis:
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Dr. Dietmar Schuster
Telefon: +43 (0)5 90 900 3714
E-Mail: [email protected]
Internet: http://wko.at/sp

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