- 26.04.2012, 12:13:13
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Industrie: Studie zeigt einmal mehr enorme Effizienzpotenziale im Gesundheitswesen
IV-GS Neumayer: Stärkere Spezialisierung von Spitälern und Ausbau der Kooperationen richtige Ansätze - Bestehende "zwei Gesundheitssysteme" zusammenführen
Wien (OTS/PdI) - "Verstärkte Kooperationen und bessere
Zusammenarbeit der Spitäler sind sowohl in ökonomischer, als auch in
qualitativer Hinsicht dringend erforderlich", betonte der
Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph
Neumayer, anlässlich der heute präsentierten Vorschläge von
Vinzenzgruppe und IHS zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen. "Eines
der Kernprobleme des Gesundheitssystems ist, dass im Moment de facto
zwei Gesundheitssysteme nebeneinander existieren. Einmal die Spitäler
mit ihren Ambulanzen als Rund-um-die-Uhr-Arztpraxen für alle Fälle
und andererseits die niedergelassenen Ärzte. Wir leisten uns zu viele
teure Doppelstrukturen, weil wir die Patientenströme nicht richtig
steuern und Kooperationsmöglichkeiten zu wenig nutzen", so Neumayer.
Um die Einsparungen im Spitalsbereich tatsächlich umzusetzen,
fordere die Industrie einen wirklich verbindlichen
Kostendämpfungspfad. Dazu bedürfe es einer bundeseinheitlichen,
länderübergreifend verbindlichen Planung - entsprechend dem
objektiven Bedarf - und klarer Finanzziele, um aufwendige
Parallelstrukturen zu überwinden und die Gesundheitsleistungen
jeweils auf der richtigen Versorgungsebene (Hausarzt, Facharzt,
Ambulanz, Spital) zu erbringen. "Dazu müssen auf jeden Fall die
Finanzierungssysteme so geändert werden, dass sie zu Kooperationen
anregen und diese nicht verhindern, wie es derzeit vielfach der Fall
ist", sagte Neumayer. Die Vorschläge der Vinzenzgruppe zu stärkeren
Spezialisierungen der Krankenhäuser bei gleichzeitigem Ausbau der
Kooperationen würde hier nicht nur zu mehr Kosteneffizienz, sondern
auch zu Qualitätssteigerung beitragen.
Eine stärkere Nutzung fordere die Industriellenvereinigung auch
bei E-Health. "Es ist an der Zeit, dass die Vorteile der
elektronischen Kommunikation auch im Gesundheitssystem genutzt
werden. Damit wirklich ein umfassender Überblick über relevante
Vorbefunde und damit eine optimale Behandlung sichergestellt ist,
muss die flächendeckende Teilnahme von Ärzten und anderen
Gesundheitsanbietern gesichert sein", forderte Neumayer.
Rückfragehinweis:
IV-Newsroom
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