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Greenpeace begrüßt europaweites Anti-Atomvolksbegehren

"Atomenergie muss in der gesamten EU eine klare Absage durch das Volk erteilt werden"

Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace in Österreich
begrüßt die heute von GLOBAL 2000 vorgestellte Initiative zu einem europaweiten Volksbegehren (ECI - European Citizens Initiative) für einen Ausstieg aus Atomkraft. "Greenpeace Österreich unterstützt das ECI voll inhaltlich. Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten dazu beitragen, dass das ECI die nötigen eine Million Unterschriften erreicht, somit erfolgreich wird und von der EU-Kommission behandelt werden muss", erklärt Greenpeace-Sprecher Steffen Nichtenberger.

Die durch die Medien geisternde Atom-Renaissance findet in Wirklichkeit - vor allem in Europa - kaum statt. Der Widerstand der Bevölkerungen gegen ein Kernkraftwerk in ihrer Umgebung, aber auch die steigende Marktfähigkeit der Erneuerbaren Energieträger bringt die Atomindustrie stark ins Trudeln. Rund 420 Atomkraftwerke sind weltweit nach dem verheerenden Reaktorunfall in Fukushima noch am Netz, 130 davon in Europa.

Der Anteil der Atomkraft an der weltweiten Energieerzeugung liegt
im einstelligen Prozentbereich und ist rückläufig. Der Beitrag der Atomenergie zur Energieversorgung der Menschheit ist also weit geringer, als gemeinhin angenommen wird. Dennoch liegen die Pläne für hunderte neue AKW in den Schubladen der Atomindustrie und vieler atomfreundlicher Staaten. Die Gefahren der Atomenergie sind umso deutlicher: Von der Urangewinnung bis zur Endlagerung - die Technologie ist von Anfang bis Ende mit unkalkulierbaren Risiken behaftet. Und: die Atomkraft hat nicht die Kapazitäten, die fossilen Energieträger abzulösen. Umso wichtiger ist es, diese Risikotechnologie endlich durch Erneuerbare Energien zu ersetzen. "Wir laden unsere SpenderInnen und UnterstützerInnen zur Unterzeichnung des ECI ein, damit der riskanten und gefährlichen Atomenergie nicht nur in Österreich, sondern in der gesamten EU eine klare Absage durch das Volk erteilt wird", schließt Nichtenberger.

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