- 25.04.2012, 16:16:23
- /
- OTS0296 OTW0296
Semmering-Milliardenloch: VIRUS geißelt verantwortungslose Spatenstich-Politiker
LH Prölls Nibelungentreue und Selbstentlarvung
Wien (OTS) - Heftig kritisiert die Umweltorganisation VIRUS jene
Bundes- und Landespolitiker, die mit der heutigen Vornahme eines
Spatenstiches zum Semmering-Basistunnel politische Verantwortung
signalisiert haben. Sprecher Wolfgang Rehm "Die wirkliche
Verantwortung dafür wird gemeinsam mit anderen intransparenten
Milliardenhaftungen für Schienen und Straßenprojekte kommenden
Generationen aufgebürdet, die dann für diese Eitelkeiten werden büßen
müssen".
Auf diese Weise verkomme die Republik gedeckt durch das Zauberwort
Infrastruktur zur Baufirma, während gleichzeitig der öffentliche
Personen- und Güterverkehr weiter zum Rückzug verdammt werde. Kein
gutes Haar lässt VIRUS im Zusammenhang mit dem Semmeringprojekt am
niederösterreichischen Landeshauptmann. "Der ehemalige
Tunnelverhinderer Pröll hat sich heute in einem wenig souveränen
Hörfunk-Interview zur Fragen nach seinem Umfallen förmlich gewunden.
In mehr als billiger Weise wurden dort ehemals sehr genehme und daher
geförderte Tunnelkritiker indirekt als lediglich profilierungssüchtig
hingestellt, so sieht wahre Nibelungentreue aus," kritisiert Rehm.
Als symptomatisch für einen bekannt willkürlichen Umgang des
Landes Niederösterreich mit dem Naturschutz verweist VIRUS auf die
entlarvende Äußerung des LH, der Semmering-Bahntunnel sei von
niederösterreichischer Seite nie als Prestigeprojekt gesehen worden,
dies sei auch der Grund gewesen, warum man die Verfahren natürlich
bis ins Detail abgewickelt hätte. "Das lässt wohl nur den
Umkehrschluss zu, dass man es dort wo es für Niederösterreich ums
Prestige geht mit den Details nicht so genau nimmt," hält Rehm fest
und verweist auf das "blaugelbe Wunschkonzert" aus zahlreichen
Autobahnplanungen die ebenfalls mit dem Naturschutz in Konflikt
stehen und den "Umfaller" Niederösterreichs beim Donauausbau. Am
Beispiel Nordautobahn zeigt sich, dass es mit einem Spatenstich oft
nicht getan ist. Ein derartiger Folkloreakt vor Behandlung offener
Rechtsmittel und lange vor einem echten Baubeginn zeige in Wahrheit
die Angst der Entscheidungsträger und das Bedürfnis, vollendete
Tatsachen zu suggerieren. "Mit einem Spatenstich allein ist
allerdings das letzte Wort noch nicht gesprochen, auch beim Semmering
wird wohl noch viel Wasser den Berg herausrinnen," so Rehm
abschließend.
Rückfragehinweis:
Wolfgang Rehm
Mobil: 0699/12419913
Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VIR






