• 25.04.2012, 13:21:26
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Wurzer/Grüne Wien: Töchtertag schon im Kindergarten

Traditionelle Männerdomänen sollen ab dem Kindergarten erobert werden

Wien (OTS) - "Der Töchtertag sollte bereits im Kindergarten
ansetzen", ist Martina Wurzer, Frauen- und Bildungssprecherin der
Grünen Wien von der Notwendigkeit, auch schon ganz junge Mädchen
einzubeziehen, überzeugt. Der Töchtertag ist eine gute Gelegenheit
für Mädchen, nicht traditionellen Berufe kennen zu lernen. Derzeit
ist der Töchtertag für Mädchen im Alter von 11 bis 16 Jahren. "Ich
möchte, dass Mädchen das volle Spektrum ihrer Möglichkeiten und
Potentiale von Anfang an kennen lernen und nützen können. Mädchen
können alles", betont Wurzer.

Das Erlernen von Geschlechterrollen und -normen beginnt spätestens ab
der Geburt. Es ist daher sinnvoll, so früh wie möglich der
Stereotypisierung von Geschlechtsrollen entgegen zu wirken.
Klassische Männerdomänen wie die Technik müssen didaktisch wie auch
inhaltlich neu erschlossen werden. Laut Wurzer ist natürlich ein
Töchtertag im Jahr zu wenig um gesellschaftlich stärkere
Veränderungen auszulösen. Wurzer: "Wir werden uns daher einsetzen,
dass in Wien geschlechtssensible Pädagogik bereits in der
Elementarpädagogik flächendeckend angeboten wird. Mädchen sollen
traditionelle Männerdomänen ab dem Kindergartenalter erobern."

Dass sich nach wie vor fast die Hälfte (48%) der weiblichen Lehrlinge
für lediglich 3 Lehrberufe entscheidet, zeigt klaren Handlungsbedarf
für Wurzer. Beim Erwerb von Matura und Hochschulabschluss sind
Mädchen bzw. Frauen den Buben bzw. den Männern voraus. Laut Statistik
Austria bestehen jedoch nach wie vor große geschlechtsspezifische
Unterschiede in der Fächerwahl, sowohl im Schul- als auch im
Hochschulbereich sowie bei der Wahl des Lehrberufs. "Es ist mir ein
großes Anliegen, dass Mädchen ihre Bildung auch in ökonomischer Sicht
besser verwerten können. Die Verantwortung liegt hier nicht alleine
bei den Mädchen. Es braucht auch eine veränderte Unternehmenskultur,
die Frauen und Mädchen entsprechend fördert", so Wurzer abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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